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  • Title: Laborwelt Spezial: Bioinformatik - Laborwelt
    Descriptive info: .. Laborwelt.. Aktuelles.. Nachrichten.. Neuigkeiten aus dem Labor und der Welt.. Presseschau.. Unterhaltsame Lesetipps zum Stöbern im Netz.. Journalclub.. Lesenswerte Fachartikel aus aller Welt im Überblick.. Bild der Woche.. Faszinierende Einblicke in die Life Sciences.. Firmen im Fokus.. Die wichtigsten Player, ihre Strategien und Geschäfte im Labormarkt.. SpezialThemen.. Biotechnica.. Expertenmeinungen und Fachbeiträge zum Spezial Biotechnica.. Zellbasiertes Screening.. Expertenmeinungen und Fachbeiträge zum Spezial Zellbasiertes Screening.. Bio- und Pharmaanalytik.. Expertenmeinungen und Fachbeiträge zum Spezial Bio- und Pharmaanalytik.. Personalisierte Medizin.. Expertenmeinungen und Fachbeiträge zum Spezial Personalisierte Medizin.. Stammzellen.. Expertenmeinungen und Fachbeiträge zum Spezial Stammzellen.. Bioinformatik.. Expertenmeinungen und Fachbeiträge zum Spezial Bioinformatik.. Videos.. Kreidezeit.. TV-Glossar: Begriffe aus der Biotechnologie kurz und knapp erklärt.. biotechnologie.. tv.. Kurzweiliges Wissensmagazin von biotechnologie.. de.. Marktplatz.. Präsentationen innovativer Firmen und aktueller Produkte.. Fundstücke.. Mal was anderes - sehenswerte Videos aus dem Netz gefischt.. Events.. Veranstaltungs- und Konferenzvideos aus den Life Sciences.. Menschen.. Porträts.. Persönliche und spannende Porträts von Wissenschaftlern.. Lesewelt.. Interessante Buchempfehlungen aus der Welt der Wissenschaftsliteratur.. Blogs.. Hier gibt's einen Einblick in die Welt der Wissenschaftsblogger.. Blogranking.. Ranking der am häufigsten geklickten Wissenschaftsblogs.. biotec-finder.. NEU.. Service.. Produktwelt.. Übersicht von neuen Produkten für die Erleichterung des Laboralltags.. Stellenangebote.. Topaktuelle Stellenanzeigen aus den Bereichen Biotechnologie und Forschung.. Veranstaltungskalender.. Aktuelle Veranstaltungen und Konferenzen zum Thema Life Sciences.. Partnerverbände.. Mitglieder unserer Partnerverbände erhalten die gedruckte Ausgabe der LABORWELT.. Suchen.. Kontakt.. RSS.. Werbung.. BIOCOM AG.. LABORWELT.. Startseite.. Thema: Bioinformatik.. Einführung.. In vielen Gebieten der Lebenswissenschaften haben in den vergangenen Jahren neue, datenintensive Technologien den Sprung vom Entwicklungsstadium in den Laboralltag geschafft.. Forscher sehen sich daher zunehmend mit einem Wust an Bits und Bytes konfrontiert.. Es gilt, Ordnung zu schaffen und dem Datenberg verwertbare Informationen zu entlocken.. Hier leistet die Bioinformatik unschätzbare Dienste.. Vergrößern.. In unserem Spezial stellen wir verschiedene Bereiche vor, aus denen Rechner, Datenbanken, Algorithmen und Co.. mittlerweile nicht mehr wegzudenken sind.. Metabolomics, Genomics, ….. Ines Heiland zeigt, dass etliche.. neue Stoffwechselwege.. mit Hilfe von Computermodellen entdeckt werden konnten.. Sicherlich am weitesten verbreitet sind bioinformatische Methoden aber in der Genomforschung.. In der Rubrik.. Paperwelt.. stellt ein Mainzer Forscherteam einen selbst entwickelten Algorithmus vor, der bei der Auswertung von Sequenzierungsdaten echte Mutationen von Artefakten abgrenzt.. Viele solcher Mutationen werden mit Erkrankungen in Verbindung gebracht.. Ein neuer Genombrowser soll Ärzten in Zukunft helfen, die Gendaten eines Patienten schnell mit Datenbanken zu Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten abzugleichen.. Eine in Potsdam entwickelte.. Datenbanktechnologie.. liefert die Ergebnisse in Echtzeit und bereitet so den Boden für die personalisierte Medizin.. Die Basis für die sinnvolle Anwendung von Datenbanken bildet eine schlüssige Ontologie der Begriffe.. Edgar Wingender erklärt in unserem.. Expertenpanel.. , mit welchen Problemen sein Forschungsfeld derzeit kämpft.. Burkhard Rost tut das Gleiche  ...   Structure Study (TMBF-Seminar).. München.. 29.. ScieCon München 2014.. Berlin.. 7.. Februar 2014.. 7th Berlin Conference on IP in Life Sciences – Big data – big drugs.. Sankt Augustin.. 10.. Scientific Data Manager (Weiterbildungskurs).. Fuel specific Cobustion Analysis of Alternative Fuels – Advantages and Challenges for Renewable Energy Sources (TMBF-Seminar).. Frankfurt am Main.. 18.. 5.. LaborForum.. Freising.. 24.. Grundlagen der Fermentation (Seminar).. Munich (GER).. 25.. Cell Culture World Congress.. Amsterdam (NL).. 4.. März 2014.. World Bio Markets 2014.. Heidelberg (GER).. Visualizing Biological Data – VIZBI 2014.. Berlin (GER).. Lab-on-a-Chip European Congress.. Karlsruhe.. Hochschulkurs Emulgiertechnik.. Darmstadt.. Biologicals – Automatisierung in Forschung und Entwicklung.. Cologne (GER).. Green Polymer Chemistry 2014.. Essen.. 19.. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik.. Köln (GER).. 20.. PerMediCon 2014.. Krems (AT).. 26.. BioNanoMed 2014.. Warsaw (PL).. PreHypertension & Cardio Metabolic Syndrome – PreHT 2014.. Montpellier (F).. 31.. ALGNCHEM 2014 – Algae, new resources for Industry?.. 1.. April 2014.. Analytica 2014.. 2.. 3rd BioProScale Symposium – Inhomogeneities in large-scale bioreactors: System biology and process dynamics.. jobvector career day.. Zurich (CH).. 8.. Swiss Biotech Day 2014.. Hamburg.. Deutsche Biotechnologietage 2014.. Geneva (CH).. Human Genome Meeting 2014.. Heidelberg.. Mai 2014.. New Model Systems for Linking Evolution and Ecology.. 6.. BioVaria 2014.. Linz (A).. EuroMedtech 2014.. ECRD 2014 - The European Conference on Rare Diseases & Orphan Products.. Barcelona (E).. 24th European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ECCMID).. London (UK).. BioTrinity 2014 - European Biopartnering and Investment Conference.. European Lab Automation ELA 2014.. Lecce (IT).. 15.. European Biotechnology Congress 2014.. 21.. BioEquity Europe.. Malmö (S).. REGATEC 2014 - 1st International Conference on Renewable Energy Gas Technology.. CFO-Gipfel der Biotechnologie-Branche.. Milan (I).. European Human Genetics Conference 2014.. Tampere (FI).. Juni 2014.. Euromit 2014 – International Meeting on Mitochondrial Pathology.. San Diego (USA).. BIO 2014.. Valencia (E).. 5th World congress on Biotechnology.. Juli 2014.. Abschlussprämierung Science4Life Venture Cup 2014.. Paris (F).. 30.. August 2014.. FEBS-EMBO 2014 Conference.. Hamburg (GER).. 7th International Congress on Biocatalysis.. Prague (CZ).. September 2014.. The International Microscopy Congress 2014.. Vilnius (LT).. Life Sciences Baltics.. Garmisch-Partenkirchen (GER).. 14th International Conference on Plasma Surface Engineering.. Santiago de Compostela (ES).. BioSpain 2014.. Zürich (CH).. Oktober 2014.. 14th Biotech in Europe Investor Forum.. Bochum.. ScieCon NRW 2014.. Bad Nauheim.. 14th International Paul-Ehrlich-Seminar - Allergen Products for Diagnosis and Therapy: Regulation and Science.. Frankfurt am Main (GER).. 3.. November 2014.. BIO-Europe 2014.. Nizza (F).. 17.. EuroPLX 56 – European Pharma License Exchange.. Düsseldorf.. Deutsches Eigenkapitalforum 2014.. Dezember 2014.. 3rd Conference on Carbon Dioxide as Feedstock for Chemistry and Polymers.. PLCD-Herbsttagung 2014.. Partner-Events.. Bogota (CO).. Dez.. 09.. BIOLATAM 2013.. Potsdam.. Kennzahlen im Qualitätsmanagement.. Themen.. Impressum.. Biocom AG.. Unsere Portale:..

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  • Title: Laborwelt Videos - Laborwelt
    Descriptive info: Video.. JavaScript muss aktiviert sein, um dieses Video anzusehen.. tv: 115.. Folge.. Dies sind die Themen der 115.. Sendung von biotechnologie.. tv, dem Wissensmagazin auf biotechnologie.. de:.. Beitrag 1: Wie ein Peptid die Blutvergiftung bekämpfen kann.. zum biotechnologie.. de-Artikel.. Nationaler Aktionsplan für Sepsis gefordert.. Beitrag 2: Ein Zeichentrick-Video über Klinische Studien.. zur Kreidezeit Folge 101:.. Klinische Studien.. Beitrag 3: Wie Fisch-Fettsäuren in die Wurst kommen.. Wurst mit Fettsäuren vom Fisch.. Videoliste.. Seite:16476.. Der Mensch besitzt etwa 100 Billionen Synapsen, welche Signale von Nervenzelle zu Nervenzelle.. Seite:16346.. Wie in einem Neuron Signale empfangen und weitergeleitet werden, erklärt Jan Wolkenhauer in der.. Seite:16097.. NEU: Wichtige Köpfe aus der Biologie-Geschichte werden in Kreidezeit Geniestreiche mit.. Seite:16096.. In der neuen Kreidezeit Gentechnik erklärt Jan Wolkenhauer wie Forscher molekularbiologische.. Seite:16078.. Was sich hinter dem Begriff Bioökonomie verbirgt, erklärt Jan Wolkenhauer in der 115.. Folge der.. Seite:15772.. Wie durch Mutationen in bestimmten Genen Krebs ausgelöst werden kann, erklärt Jan Wolkenhauer in.. Seite:15636.. Wie man mithilfe des Trennverfahrens HPLC verschiedene Proteine in einer Probe auftrennen kann,.. Seite:15479.. Wie Pflanzenhormone das Wachstum von Pflanzen steuern oder das Reifen von Früchten beeinflussen,.. Seite:15280.. Für die bahnbrechende Entwicklung von induzierten pluripotenten Stammzellen wurde 2012 der.. Seite:15117.. Mit Hilfe der Immunfluoreszenz können Forscher gezielt Proteine in Zellen sichtbar machen.. Wie das.. Seite:14954.. Beim Gendoping werden DNA-Stücke gezielt von außen in Zellen des Körpers eingebracht.. Wie man per.. Seite:14367.. Bei der Meiose entstehen aus Keimzellen Spermien oder Eizellen mit halben Chromosomensatz.. Wie.. Seite:14211.. Bei der Mitose entstehen aus einer Zelle zwei identische Tochterzellen.. Wie diese Zellteilung genau.. Seite:14114.. Chaperone sind Hilfsproteine, die dafür sorgen, dass sich neu hergestellte Proteine korrekt falten.. Seite:13616.. Was sind die Unterschiede zwischen Mutationen an den Chromosomen, den Genen und dem gesamten Genom?.. Seite:13531.. Eine Vielzahl an verschiedensten Molekülen passiert jederzeit die Wände von Zellen.. Doch wie werden.. Seite:13422.. Resistenzgene können Bakterien gegen Antibiotika resistent machen.. Wie das geschieht, erklärt Jan.. Seite:13255.. Wie kann das Ablesen von Genen gesteuert werden? Sehr anschaulich kann man diese Frage anhand des.. Seite:13194.. Gerade einmal 8% aller Medikamente, die in Phase I von klinischen Studien getestet werden, schaffen.. Seite:13127.. Pocken-, Polio- und die bekannten HI-Viren: Sie alle lösen schwere Erkrankungen beim Menschen aus.. Seite:13015.. Gen-Mais, Gen-Tomaten, Gen-Kartoffeln: so werden gentechnisch veränderte Lebensmittel häufig in den.. Seite:12968.. Manche Forellen besitzen einen vierfachen Chromosomensatz, Erdbeeren sogar einen zehnfachen.. Wir.. Seite:12900.. Ohne sie läuft nichts im Labor: Restriktionsenzyme.. Doch wie genau funktionieren die molekularen.. Seite:12640.. Ohne sie läuft kaum eine Reaktion im Körper ab: Enzyme.. Doch wie genau funktionieren die.. Seite:12477.. In den Supermarkten begegnen einem immer häufiger Produkte aus Bioplastik als Alternative zu.. Seite:12409.. Über Plasmide können Bakterien Resistenzen austauschen - sie zählen zur extrachromosomalen DNA.. Seite:12284.. Wie man Gülle und Stroh für die Herstellung von Biokraftstoffen wie Biomethan einsetzt, das erklärt.. Seite:12267.. Die Debatte um E10 hat 2011 lange Zeit die Gemüter erhitzt.. Doch wie wird Biosprit hergestellt? Das.. Seite:12227.. Ob Functional Food, Präbiotika oder Probiotika - diese Begriffe begegnen einem bei jedem.. Seite:12149.. Western Blots haben natürlich nichts mit Wildwestfilmen zu tun.. Die Namensgebung für die.. Seite:12090.. Forscher sind seit jeher dem Geheimnis des Alterns auf der Spur.. Im Zusammenhang damit werden auch.. Seite:12089.. Prokaryoten und Eukaryoten unterscheiden sich nicht nur in der Größe, sondern in vielen anderen.. Seite:12088.. Im Schnitt produziert jeder Mensch etwa 40 Kilogramm ATP pro Tag.. Doch was ist ATP genau? Und warum.. Seite:12065.. Bis zu 15.. 000 Menschen sterben jährlich an einer Infektion mit Krankenhauskeimen.. Doch was macht.. Seite:135.. RNA kommt 5-10 mal häufiger als DNA in der Zelle vor und macht somit den Großteil der Nukleinsäuren.. Seite:138.. Watson und Crick entschlüsselten als erste die räumliche Struktur der DNA und erhielten dafür vor.. Seite:12319.. In dieser Folge der Kreidezeit zeigt Jan Wolkenhauer, wie sich die Konzentration von Biomolekülen.. Seite:12320.. Wie läuft eine alkoholische Gärung ab und wozu wird die Fermentation noch genutzt? Diesen Fragen.. Seite:12321.. In dieser Folge der Kreidezeit erklären wir, wie Knockout-Mäuse hergestellt werden und warum.. Seite:12322.. In dieser Folge der Kreidezeit erklären wir, was Genome Mining ist -- unsere zweite Folge aus der.. Seite:12323.. In dieser Folge der Kreidezeit erklären wir, wie Antibiotika funktionieren -- unsere erste Folge.. Seite:12324.. Jan Wolkenhauer erklärt, was Phagen sind und wie sie funktionieren.. Seite:12325.. In dieser Folge der Kreidezeit erklären wir, warum aus einem Gen ganz viele Proteine entstehen.. Seite:12326.. In dieser Folge der Kreidezeit erklären wir, welche Rolle Introns und Exons in unseren Genen haben.. Seite:12327.. In dieser Folge der Kreidezeit erklären wir, welche Rolle Wachstumsfaktoren im menschlichen Körper.. Seite:16415.. Wie ein Peptid die Blutvergiftung bekämpfen kann + Ein Zeichentrick-Video über Klinische Studien +.. Seite:16252.. Dialog zur Bioökonomie unter Sauriern + Ein Filmprojekt über Frauen in der Wissenschaft + Die.. Seite:16095.. Wie man illegales Holz mit einem DNA-Test aufspürt + Eine Website rund ums Thema Pflanzenforschung.. Seite:15837.. Kongress zur Biotechnologie der Zukunft + Das Periodensystem als Popsong + Eine App für den.. Seite:15704.. Ein Wettkampf für wortgewandte Wissenschaftler + Ein Laborspiel auf Facebook + Der jährliche.. Seite:15537.. Eine Ausstellung zum 60.. Geburtstag der DNA + Comics und Videofilme über Malaria + Wie man.. Seite:15391.. Biotechnologie.. tv trifft bei der Ausstellung „Ideen2020” Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.. Seite:15217.. Wie man mit Licht Zellen steuern kann + Gotyes Superhit als Laborversion + Frostschutz aus dem Meer.. Seite:15040.. Zellen auf der Streckbank + Der Videowettbewerb Biotechnologie kann  ...   „Cell Reprogramming Transformed“ des US-Unternehmens Life Technologies ist ein kleines.. Seite:12518.. Für eine PCR-Reaktion sind sie unverzichtbar: PCR Tubes.. Die kleinen, bunten Röhrchen haben aber.. Seite:12445.. Fertige Kits erleichtern den Laboralltag und können viel Zeit einsparen.. Bei traditionellen.. Seite:12312.. Die Auftrennung intakter Proteine stellt Forscher jedes Mal vor eine besondere Herausforderung.. Mit.. Seite:12162.. Verrücktes Werbevideo in einer konservativen Industrie.. Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim.. Seite:12298.. Wie werden Biobanken in Zukunft den Traum der Translationalen Medizin ermöglichen? Das erklärt Dr.. Seite:12257.. Eine Ultrazentrifuge, die sich per Smartphone bedienen lässt, die Energie zurück ins lokale.. Seite:12234.. Western Blots sind zeitaufwendig? Nicht mit dem Odyssey Fc! Damit entfällt das lästige Warten auf.. Seite:12060.. Keine schlaflosen Nächte im Labor mehr: Mit der DASGIP iApp ist die Überwachung und Fernsteuerung.. Seite:12061.. Schluss mit Verdünnungsreihen und dem lästigen Hantieren mit Spatel und Bunsenbrenner.. Mit Eddy Jet.. Seite:12062.. Die neue Serie der Revco UxF Tiefkühlschränke garantiert einen maximalen Schutz der Proben auf.. Seite:141.. New England Biolabs: Was sind die häufigsten Fehler bei der Vorbereitung einer PCR? Und wie kann.. Seite:143.. Analytik Jena ist ein Komplettsystemanbieter für Analysemesstechnik.. Dabei reicht das Portfolio von.. Seite:16062.. Warum altern wir eigentlich? Und wie funktioniert die biologische Uhr? Das erklären die Macher von.. Seite:15515.. Dieser Stop-Motion Film hat es ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft: A Boy and his Atom.. Seite:15430.. Ein Forscherteam um Karl Deisseroth und Kwanghun Chung konnte erstmals Gehirne transparent machen,.. Seite:15322.. Stimmt es, dass eine Glatze vom Vater der Mutter vererbt wird? Warum Opa nicht alleine schuld.. Seite:15208.. Affenmasken und die eingängige Melodie von Bruno Mars' Lazy Song - schon bekommen die Macher.. Seite:15153.. Gotyes Ohrwurm nun als Labor-Version: Some budding yeast I used to grow wurde jetzt als beste.. Seite:15015.. Bio findet Malte super.. Nicht so toll findet der Malte Biotechnologie.. Denn Biotechnologie ist ja.. Seite:14757.. Ein paar Stifte, zeichnerisches Talent und eine gute Idee - so geht man als Sieger des.. Seite:14202.. Die Fortsetzung zu Ph.. Diddy on the scene.. Diesmal gehts auf die erste große.. Seite:13910.. Zellen, Moleküle oder Organismen entwerfen, die es so in der Natur nicht gibt - das können Forscher.. Seite:13817.. Mit seinen detailgetreuen 3D-Animationsfilmen erweckt Drew Berry zelluläre und molekulare Vorgänge.. Seite:13700.. Was haben Elfen und Einhörner mit Wissenschaft zu tun? Gar nichts! Genau das vermittelt der Song.. Seite:13699.. Wie interessiert man gelangweilte Studenten für die Stammzellforschung? Mit einem Rap! Das dachte.. Seite:13498.. Mitte des 19.. Jahrhunderts legte der Augustinermönch mit seinen Erbsen-Kreuzungsversuchen den.. Seite:13451.. Wie groß ist eigentlich ein Atom? Klein.. Sehr klein.. Eigentlich aber noch kleiner.. Das wird aber.. Seite:13342.. Nach dem Ph.. Diddy nun die Ph.. Diva.. Applied Biosystems hat eine rundum gelungene Fortsetzung des.. Seite:13135.. Er macht Zellen, DNA- und Eiweißmoleküle visuell, sie Vererbung und Verwandtschaft akustisch.. Seite:13059.. Wie sieht Evolution mit Kinderaugen aus? Auf jeden Fall bunt.. Aus 450 Zeichnungen von Kindern der.. Seite:12788.. Erster Platz bei den Lab Grammys! Kein Wunder mit Beaker aus der Muppetshow in der Hauptrolle.. Seite:12579.. Mein Prof hasst mich.. Hätte ich bloß Medizin studiert.. Woran arbeite ich noch gleich? Diese.. Seite:12449.. Die Proben sind kontaminiert, die Eppis fallen unter den Tisch und die PCR-Maschine ist nur spät am.. Seite:12222.. In Anlehnung an die Krimiserie CSI, hat Thermo Fisher Scientific dieses Video über Metabolit.. Seite:12214.. Tübinger Biologen haben einen Rocksong und ein Musikvideo produziert.. ÜberLieben handelt vom.. Seite:12215.. Das iGEM-Team 2011 von der Technischen Universität München erklärt mit Knetgummi und der.. Seite:12217.. Dieser Film besingt die Vorzüge der biotechnologischen Methode PCR, die in Laboren zur.. Seite:352.. Wie soll man sich nur alle Elemente des Periodensystems merken? Ganz einfach geht das mit dem.. Seite:12220.. Rap-Musik und Biotechnologie? Das kann funktionieren wie das Video BioRap auf YouTube zeigt.. Zu.. Seite:12221.. YMCA von den Village People - ein Klassiker nicht nur bei Ü30-Parties.. Bio-Rad hat aus dieser.. Seite:353.. Scientists know accidents.. Und damit man im Ernstfall im Labor weiß, was man zu tun hat, werden.. Seite:351.. Wie würde Lady Gaga wohl im Labor einen ihrer größten Hits performen? Das Zheng Lab zeigt den.. Seite:140.. In dem Lego-Comic „Live and let amplify“ versuchen Agent 00360 und Serena Hotstart den bösen Dr.. Seite:16109.. Beim jobvector career day 2013 erhalten Sie wertvolle Karrieretipps für Ihren persönlichen.. Seite:14112.. Rund 150 Entscheidungsträger der steirischen Humantechnologie-Branche haben die Zukunftskonferenz.. Seite:13707.. Wie sehen die Biotech-Produkte von morgen aus? Experten wagten beim 3.. Jahreskongress im.. Seite:13022.. In der Schweizer Botschaft fand die 5th Berlin Conference on IP in Life Sciences statt.. Etwa 100.. Seite:12623.. Der Film wurde als redaktionelle Begleitung zur BIOCOM-Veranstaltung Biotechnologie 2036 -.. Seite:12567.. Die Bildergalerie zum 25-jährigen Firmenjubiläum der BIOCOM AG.. 25 Jahre Fachinformationen rund um.. Seite:12233.. Die European Compliance Academy (ECA) organisiert Events wie z.. B.. GMP for Vaccines Manufacturers.. Seite:139.. Führende Experten der Medikamentenentwicklung, klinischer Studien und Repräsentanten von allen.. Seite:12035.. Seite:12037.. The European Union (EU) Contest for Young Scientists, an initiative of the European Commission, was.. de/nc/videos.. Kostenloser Newsletter!.. Immer gut Informiert!.. Alle Neuigkeiten im Überblick!.. Die aktuellsten Termine!.. Newsletter.. Alle Videos.. Wie ein Peptid die Blutvergiftung bekämpfen kann + Ein Zeichentrick-Video über Klinische Studien + Wie Fisch-Fettsäuren in die Wurst kommen.. Alle Bilder.. Taufliegen fliegen auf Orangenduft.. Fruchtfliegen sind bei der Suche nach einem geeigneten Eiablageplatz wählerischer als gedacht: In Verhaltensexperimenten bevorzugen die Tiere Zitrusduft.. Der Clou: Derselbe Duft, der die Fliegen anlockt, schreckt ihre größten Feinde ab und schützt so den Nachwuchs..

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  • Title: Kreidezeit Erklärvideos - Laborwelt
    Descriptive info: 118.. Folge: Synapse.. Der Mensch besitzt etwa 100 Billionen Synapsen, welche Signale von Nervenzelle zu Nervenzelle übertragen.. Welche Rolle dabei Vesikel spielen, erklärt Jan Wolkenhauer in der 118.. Folge der Kreidezeit.. Ein Service von.. de/nc/videos/kreidezeit..

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  • Title: Wissensmagazin biotechnologie.tv - Laborwelt
    Descriptive info: de/nc/videos/biotechnologietv..

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  • Title: Produktvideos und Firmenvideos - Laborwelt
    Descriptive info: Tosoh Bioscience.. Monoklonale Antikörper - ein Liebesfilm.. Die Aufreinigung von rekombinanten monoklonalen Antikörpern aus Zellkulturüberständen mit Protein A Chromatographie - ein Liebesfilm.. Das neue Protein A Chromatographieharz TOYOPEARL AF-rProtein A HC-650F von Tosoh Bioscience stellt mit seiner extrem hohen Bindekapazität für IgG von über 70 mg IgG/ml Gel alle vergleichbaren basenstabilen Protein A Medien in den Schatten.. Mehr Informationen unter:.. www.. tosohbioscience.. com.. de/nc/videos/marktplatz..

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  • Title: Fundstücke Videos - Laborwelt
    Descriptive info: Fundstück.. The Science of Aging.. Warum altern wir eigentlich? Und wie funktioniert die biologische Uhr? Das erklären die Macher von The Science of Aging in bunten Zeichnungen und in rund zwei Minuten.. de/nc/videos/fundstuecke..

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  • Title: Eventvideos - Laborwelt
    Descriptive info: jobvector career day 2013.. Beim jobvector career day 2013 erhalten Sie wertvolle Karrieretipps für Ihren persönlichen Karriereweg aus erster Hand.. Ihre nächste Chance: Hannover, 10.. 10.. 2013.. Lassen Sie sich von Personal experten inspirieren!.. Oktober 2013 in Hannover.. 09:00 - 18:00 Uhr.. eingebettet in die BIOTECHNICA.. Der Eintritt zum jobvector career day ist kostenfrei.. Hier erhalten Sie weitere Informationen:.. jobvector.. de/nc/videos/events..

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  • Title: Sarah Wieners Zukunftsmenü - Laborwelt
    Descriptive info: Sarah Wieners Zukunftsmenü.. Sarah Wiener - Zukunftsmenü.. Bild Vergrößern.. Die Welt mit Genuss zu retten, das ist das Ziel von Sarah Wiener beziehungsweise ihres neuen Kochbuches, das eigentlich gar keines ist.. Statt Rezepten lieferte die Berliner Fernsehköchin eher ein Aufklärungswerk.. Nun gut, ein paar Rezepte gibt es.. Viel mehr erfährt der Leser jedoch über Lebensmittelzusatzstoffe, regionale Produkte und Obst- und Gemüsegärten.. Hinzu kommen Interviews mit Imkern, Öko-Bäckern, Foodwatch und weiteren Öko-Verfechtern sowie dem Koch-Kollegen Tim Mälzer.. So weit so vorhersehbar.. Sarah Wiener kocht buchstäblich im eigenen Saft.. Man sieht sie auf Bildern mit Schweinen kuscheln, im eigenen Mangoldfeld robben oder Bienenstöcke inspizieren.. „Zukunftsmenü“ ist ein ziemlich elitäres Buch für denjenigen, der genug verdient, um sich Öko-Produkte leisten zu können.. Dennoch, das Buch enthält auch wissenswerte Fakten zum Fleischkonsum oder erklärt, warum Hamburger nicht verschimmeln.. Wen das interessiert und wer schon immer mal ein Pesto aus Garten-Unkräutern machen wollte, dem sei das Zukunftsmenü empfohlen.. Sarah Wiener.. Zukünftsmenü - Warum wir die Welt nur mit Genuss retten können.. Riemann Verlag, 2013.. 222 Seiten, 19,99 Euro.. ISBN: 978-570501504.. Absteigend.. Auf der Spur der guten Ideen.. Flache Hierachien, kreative Impulse, die Möglichkeit Bekanntes und Neues zu verknüpfen – das sind Rahmenbedingungen, unter denen Innovationen besonders gut gedeihen können.. Soweit so bekannt, könnte man beim Lesen von Steve Johnsons Buch „Wo gute Ideen herkommen“ denken.. Steven Johnson - Wo gute Ideen herkommen.. Tatsächlich gelingt es dem US-amerikanischen Autor aber auf kluge Art, Argumente aus der Neuro- und Kommunikationsforschung durch Beispiele aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften mit Leben zu füllen.. So entsteht eine spannende Zeitreise: Gutenberg und der Buchdruck, Darwin und die Evolution, Berners-Lee und das Internet.. Wer weiß, mit den im Buch herausgearbeiteten Umgebungsbedingungen – vielleicht führt einmal der eigene Name die Reihe fort? Einen Versuch ist es wert.. Steven Johnson.. Wo gute Ideen herkommen.. Scoventa Verlagsgesellschaft, 2013.. 320 Seiten, 19,99 Euro.. ISBN: 978-3942073103.. Rupert Sheldrake - Der Wissenschaftswahn.. Der stete Tropfen.. Abweichler von der Mehrheitsmeinung sind besonders schwer zu fassen, wenn sie sich auf dem kritisierten Gebiet einen Namen gemacht haben.. Der Bio- und Pflanzenchemiker Rupert Sheldrake kann auf akademische Weihen und mehr als 80 veröffentlichte Fachartikel verweisen.. Trotzdem wurde im Frühjahr 2013 sein in London auf der Konferenz TEDx Whitechapel gehaltener Vortrag „Visionen für Übergänge – wie man bestehende Paradigmen herausfordert“ nach Kritik aus Teilen der Wissenschaftswelt von der TED-Webseite entfernt.. Doch gerade die verbotene Frucht schmeckt verführerisch lecker: Sheldrakes Ideen fanden durch den Bann zunehmend Beachtung, sein im Vorjahr veröffentlichtes Buch „Der Wissenschaftswahn“ kletterte in den Bestsellerlisten.. Die bereits 1981 formulierte und von Wissenschaftlern weitgehend abgelehnte Idee der morphischen Felder – hypothetische Felder, die eine an einem Ort existierende biologische, chemische, physikalische oder gesellschaftliche Struktur an einen anderen Ort vermitteln – nimmt wenig Raum ein.. Vielmehr versucht der Autor zu zeigen, dass die Forschung dieser Tage alles andere als vorurteilsfrei agiert.. Sie sei in einem materialistischen „Glaubenssystem“ gefangen, das in seinen Frageverboten, seiner Rigidität und Ausschließlichkeit dem der mittelalterlichen Kirche in nichts nachstehe.. Sheldrake stellt „10 Dogmen der modernen Wissenschaft“ auf den Prüfstand.. „Stehen die Naturgesetze ein für alle Mal fest?“, „Ist Materie ohne Bewusstsein?“ oder „Ist die mechanistische Medizin die einzig wirksame Medizin?“– seine Gedankengänge bei der Beantwortung dieser Fragen sind mal mehr, mal weniger nachvollziehbar, aber immer spannend zu lesen.. Sein Fazit: Das derzeit gültige Wirklichkeitsbild steht vor einer Ablösung.. Auch wenn der Leser Sheldrakes Paradigmenwechsel nicht kommen sieht, so ist er nach der Lektüre des Buches auf dem aktuellen Stand, was all die Kontroversen und offenen Fragen der Wissenschaft angeht.. Der deutsche Text ist zwar flüssig zu lesen, leidet aber unter einem nachlässigen Lektorat.. Rupert Sheldrake.. Der Wissenschaftswahn.. O.. W.. Barth, 2012.. 496 Seiten, 24,99 Euro.. ISBN: 978-3426292105.. Carmen Stephan - Mal Aria.. Der Tod kommt im Flug.. „Schlaft ein.. Werdet wehrlos.. Ich bin da.. “ Mit diesen Sätzen könnte ein Horror-Thriller anfangen.. Doch es ist kein Mörder, der in „Mal Aria“ gleich zu Beginn des Buches seine Macht klarstellt: Es ist ein Moskito.. Die Mücke erzählt aus ihrer Sicht, wie sie die junge Deutsche Carmen im Brasilien-Urlaub in den Hals sticht, ihr Blut saugt und sie so mit Malaria infiziert.. Doch diesmal ist alles anders für den Moskito.. Erstmals plagt ihn ein schlechtes Gewissen.. „Wir wollen leben und müssen dafür den Tod spenden.. Weil die Geißeln, diese Dämonen, meinen Hunger für ihre Zwecke missbrauchen.. “ Die Mücke verspricht, dass Carmen ihr letztes Opfer sein wird und sie ab jetzt in der Nähe der Urlauberin bleiben wird.. Immer in der Hoffnung, dass die Ärzte ihre Krankheit erkennen werden.. Doch die falsche Diagnose – Dengue-Fieber – verschuldet, dass es Carmen zunehmend schlechter geht.. In manchmal grausamen, aber stets sehr poetischen Bildern beschreibt der Moskito Carmens Kampf gegen die Krankheit und ganz nebenbei, wie Malaria den Lauf unserer Geschichte bestimmt hat.. Für den Leser wird die bekannte Weltsicht auf den Kopf gestellt.. Der Mensch ist machtlos.. Die Mücke auch.. Die Erreger der Malaria sind die eigentlichen Lebenskünstler.. Mensch und Mücke nur „Spielball der Unersättlichkeit niederer Wesen – oder höherer Natur?“ Man will sich als Leser zunächst gegen die charmante Erzählweise der Mücke als allwissender Ich-Erzähler wehren.. Doch zu spät.. Bereits nach der ersten Seite des Buches ist man völlig gefangen, liest Satz um Satz, weil jede Zeile in die nächste Zeile verschwimmt, eben so wie auch die Gedanken der fiebernden Carmen immer verworrener werden.. Mit ihrer kraftvollen, poetischen Erzählweise nimmt Carmen Stephans den Leser mit auf eine Reise, die ihn am Ende des Buches staunend zurücklässt.. So präzise sind alle Prozesse der Natur ineinander verwoben.. Wie kann die Natur so schön und gleichzeitig so grausam sein? Die Mücke kennt die Antwort und verrät sie auf jeder Seite dieses Romans.. Carmen Stephan.. Mal Aria.. S.. Fischer Verlag, 2012.. 208 Seiten, 18,99 Euro.. ISBN: 978-3100751417.. H.. Charisius, R.. Friebe, S.. Karberg.. Selbstversuch im Etagenklo.. Die Schlüsselszenen dieses Buches spielen sich im Klo ab.. In dem einzigen fensterlosen Raum ihrer Büroetage in Berlin-Schöneberg suchen die drei Biohacker ein Agarose-Gel nach leuchtenden DNA-Spuren ab.. Nach monatelangem Herumprobieren schaffen sie es, mittels einer primitiven PCR-Apparatur einen Genabschnitt aus Sushi zu vervielfältigen.. Es klappt auch mit Hunde-DNA, die sie aus Kothaufen gewinnen, zum Leidwesen der Büro-Kollegen.. Und es funktioniert bei einem Baustein für das Pflanzengift Rizin, eine potentielle Biowaffe.. Karberg - Biohacking - Gentechnik aus der Garage.. Biohacker, damit sind enthusiastische Amateur-Biologen gemeint, die mit einfachen Mitteln gentechnische Experimente im Heimlabor ausprobieren.. Doch wie tickt die internationale Zunft der „Do-it-yourself (DIY)-Biologen“? Die Wissenschaftsjournalisten Hanno Charisius, Richard Friebe und Sascha Karberg mischten sich drei Jahre lang in die Szene.. Was sie bei ihren Selbstversuchen und ihren Begegnungen mit den DIY-Pionieren erlebt haben, beschreiben sie anschaulich und spannend in „Biohacking – Gentechnik aus der Garage“.. Ein großes Plus: Die Autoren, selbst Biologen, schreiben über ihr Tun fachkundig, nachdenklich und äußerst unterhaltsam.. Abgesehen vom Titelbild ist das Buch frei von Frankenstein-Fantasien, gleichwohl nehmen die Autoren die  ...   - Lonesome George.. So unerbittlich wie Frenz in der Sache vorgeht, so zurückhaltend bleibt er im Ton.. Unaufdringlich und ruhig schildert er die bekannten Schicksale der „Stars“ unter den verschwundenen Tieren: Der letzte tasmanische Tiger – ein junges Weibchen, das auch wohl deshalb starb, weil es im Beaumaris Zoo nicht ordentlich versorgt wurde.. Der Dodo – das Ashmolean Museum in Oxford verbrannte einen Gutteil des letzten vollständig erhaltenen Präparats, „weil es einfach zu vergammelt war“.. Frenzel erweitert die Sammlung um Dutzende weitere Beispiele: wie den „aus Versehen ausgerotteten“ kleinen Federling Colpocephalum californici, einen im Gefieder des kalifornischen Kondors lebenden Parasiten.. Eingebettet in den jeweiligen historischen Kontext, präsentiert der Autor die Fakten – und lässt dem Leser anschließend genügend Raum für eigene Schlussfolgerungen.. Der Biologe schafft es, die richtigen Zwischentöne zu treffen: Er verzichtet auf lamentierende Schwarzmalerei und Selbstkasteiung, vermeidet aber auch konsequent den Eindruck, dass am Ende schon irgendwie alles gut werden wird.. Spätestens mit dem Epilog jedoch wird das Buch dann doch zu einem flammenden Appell, das eigene Verhalten und die eigenen Entscheidungen auf den Prüfstand zu stellen.. Denn an einem lässt Frenz keinen Zweifel: „Der Trend geht dahin, dass Tiere, die irgendwie ‘inkompatibel‘ mit dem Menschen sind, verschwinden werden.. “.. Rowohlt Verlag Berlin, 2012.. 352 Seiten, 19,95 Euro.. ISBN: 978-3871347382.. Ralf Fücks.. Intelligentes Wachsen.. Ausgerechnet der Chef der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht nun ein Buch, das mit diesem Mythos aufräumt.. Den zivilisationspessimistischen „Grenzen des Wachstums“ setzt Ralf Fücks nun einen überzeugenden Aufruf zum „Intelligent Wachsen“ entgegen und tritt damit entschieden für eine biobasierte Wirtschaft ein.. Ralf Fücks - Intelligent Wachsen.. Als 1972 Dennis Meadows im Auftrag des Club of Rome seine Studie zu den „Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte, veränderte das die Weltsicht von Generationen.. Bis heute hält sich die Theorie der Weltenrettung durch Selbstbeschränkung vor allem in ökologisch orientierten Kreisen.. Das Verzichten gehört seitdem zum Standardrepertoire der Umweltschutzbewegung – und auch der Grünen-Partei.. „Für eine Welt von bald neun Milliarden Menschen sei ein ‚zurück zur Natur‘ keine reale Option mehr“, schreibt Fücks.. Ähnlich wie der Wissenschaftsjournalist Christian Schwägerl in seinem Buch „Menschenzeit“ sieht Fücks die Menschheit längst im Anthropozän, dem Zeitalter, in dem der Mensch nicht mehr Teil der Natur, sondern ihr Gestalter ist.. Die nachhaltige Wandlung von Industrieprozessen verhindere, dass die Welt eben nicht in einem zivilisatorischen Chaos lande, das durch verbrauchte Ressourcen, vergiftete Trinkwasservorräte, ausgelaugte Böden und Lverpestete Luft ausgelöst werde.. In seiner Zukunftsvision klammert Fücks auch kritische Themen wie die Grüne Gentechnik nicht aus.. Dabei schildert er sachlich und richtig Vor- und Nachteile der vor allem bei seiner Klientel verpönten Technologie.. Er spricht sich gegen Antibiotika-Marker, Monokulturen und Vermarktungsstrategien von Monsanto Co.. aus, plädiert andererseits aber für Smart Breeding und die „neuen Möglichkeiten“, die sich aus der Entzifferung und rekombination verschiedener Genome ergeben.. Man kann Fücks vorwerfen, zu technologieverliebt zu sein und die Möglichkeiten des Menschen zu überschätzen.. Einem überzeugten Visionär der Bioökonomie mag man das jedoch nicht ernsthaft vorwerfen.. Intelligent Wachsen.. 362 Seiten, 22,90 Euro.. ISBN: 978-3446434844.. Michael Crichton, Richard Preston.. Fressen oder gefressen werden.. Die Parallelen zu Crichtons bekanntestem Werk „Jurassic Park“ sind schon auf den ersten Seiten seines aktuellen Thrillers unverkennbar: Auch in „Micro“ findet sich eine bunt-gemischte Truppe in einer ihr unbekannten Welt wieder und kämpft ums Überleben.. Anstatt wiedererweckter Dinos jagen den Protagonisten hier jedoch Monster-Ameisen, hungrige Spinnen und allerhand anderes Getier aus der Mikrowelt hinterher.. Michael Crichton, Richard Preston - Micro.. Möglich wird dies erst durch eine „supergeheime“ Technik der Firma Nanigen.. Deren zwielichtiger Boss Vince Drake lockt sieben Mitzwanziger nach Hawaii, indem er ihnen Ruhm, Abenteuer und Geld verspricht.. Was brauchen junge Forscher auch mehr? Schnell realisiert die Gruppe jedoch, dass Drake nichts Gutes im Schilde führt.. Doch zu spät: Schon sind sie auf Miniaturgröße geschrumpft.. Erst sind die Wissenschaftler fasziniert von dem, was im Unterholz so kreucht und fleucht.. Doch schon bald merken sie, dass die Mirkowelt kein Streichelzoo ist.. Klar, dass die Truppe nicht lange vollzählig bleibt und dem Leser die blutigen Details ihrer Ableben nicht erspart bleiben.. Doch wer wird überleben und sich wieder zu Normalgröße transformieren können? Der besonnene Gift-Experte Peter? Oder die einzelgängerische Arachnologin Karen?.. Die Vollendung seines Werkes erlebte Crichton nicht mehr mit.. Ende 2008 erlag er einem Krebsleiden, so dass Richard Preston den Thriller ein Ende schrieb.. Dennoch ist „Micro“ ein echter Crichton: Wie in jedem seiner Werke spart der Erfolgsautor nicht an Details, wenn es um wissenschaftliche Erklärungen geht.. Teilweise wird es für den Leser jedoch absurd, wenn sich die angeblichen Genies gegenseitig erklären, was Nematoden und Pheromone sind oder dass Streptomyzeten „zu den Bakterien gehören, die Antibiotika produzieren.. “ Doch wer gewillt ist, hierüber hinwegzulesen und ein paar Forscherklischees zu ignorieren, dem wird eine spannende Geschichte aus der Insektenperspektive geboten, bei der neben all dem Gemetzel auch die obligatorische Liebesgeschicht nicht fehlt.. Micro.. Karl Blessing Verlag, München 2012,.. 544 Seiten, 22,95 Euro.. ISBN: 978-3896674296.. Hanns Hatt, Regine Dee.. Ein duftes Buch.. „Das kleine Buch vom Riechen und Schmecken“ lockt den Leser in die Welt der Düfte, Gerüche und Aromen.. Im lockeren Plauderstil streift das Autorenteam, bestehend aus dem Biologen Hanns Hatt und der Journalistin Regine Dee, verschiedenste Themen rund um den Geruchssinn.. Hanns Hatt, Regine Dee - Das kleine Buch vom Riechen und Schmecken.. „Unser Duft-Alphabet hat dreihundertfünfzig Buchstaben, Duft-Worte können ganz kurz oder über hundert Buchstaben lang sein“, wissen die beiden zu berichten.. Der Grundtenor des Buches ist klar: Der Geruchssinn beeinflusst – ob bewusst oder unbewusst – zahlreiche Entscheidungen des Menschen.. Warum kann ich bestimmte Leute „einfach nicht riechen“, während ich von der Gesellschaft meines Partners „nie die Nase voll habe“? Warum fahren Menschen umsichtiger, wenn es im Auto nach Neuwagen duftet? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefern die Autoren in 63 kurzen Textabschnitten auf 224 Seiten.. Aber Vorsicht: Der Titel des Buches ist wörtlich zu nehmen.. Wegen der geringen Abmessungen fallen die Kapitel besonders kurz aus.. Das Buch ist damit der ideale Wegbegleiter für Pendler oder um die Wartezeit beim Arzt zu überbrücken.. Es kann aber wegen der erzählerischen Leichtigkeit statt eines Krimis auch problemlos als Nachtlektüre genutzt werden.. Die Qualität des Buches dürfte ganz wesentlich auch den Autoren geschuldet sein.. Hanns Hatt gilt an der Ruhr-Universität Bochum als führend in der Geruchsforschung.. Doch nicht nur als Wissenschaftler, auch als Wissenskommunikator hat Hatt reüssiert.. 2010 gewann er den angesehenen Communicator-Preis für „herausragende Vermittlung seiner Forschungsarbeiten zum Geruchssinn bei Mensch und Tier“.. Einzig dem Fachkundigen mag auffallen, dass Hatt in dem Büchlein nicht viel Neues präsentiert – viele der in dem Buch dargestellten Mechanismen und Erkenntnisse sind bereits seit längerem bekannt – nicht zuletzt auch durch die eigenen Arbeiten des Autors.. Der Lesefreude tut dieser Umstand jedoch keinen Abbruch.. Hier geht es zu einem Interview mit Hanns Hatt bei.. Das kleine Buch vom Riechen und Schmecken.. Albrecht Knaus Verlag, 2012.. 224 Seiten, 14,99 Euro.. ISBN: 978-3813504446.. /3.. Nächste Seite.. Alle Buchrezensionen.. /0..

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  • Title: Forscherporträts - Laborwelt
    Descriptive info: Direvo IBT GmbH.. Jörg Riesmeier: Tacheles reden im Hinterzimmer.. 11.. 2013 - Es ist Mitte der 90er Jahre und Jörg Riesmeier ist mit gerade einmal 32 Jahren zum Geschäftsführer des kleinen Start-ups Planttec gemacht worden.. Am Anfang läuft nicht alles glatt und er ist "mehr als einmal" über die Haltung seiner Geschäftspartner verärgert: "Nur weil sie eine Visitenkarte mit dem Namen einer großen deutschen Firma präsentieren, haben sie die Weisheit nicht für sich gepachtet!".. Mit der Zeit verschafft sich Riesmeier Respekt - zum Teil auch durch Tacheles reden im Hinterzimmer.. Ein bisschen war der Niedersachse zu seinem Job gekommen wie die Jungfrau zum Kinde.. Am Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam arbeitete das Team um Lothar Willmitzer auch an stark anwendungsbezogenen Projekten.. Das passte nicht ins Konzept des Institutes.. Abbruch oder Ausgründung? Biochemiker Riesmeier hatte bereits bei Willmitzer promoviert, folgte ihm mit 28 als Juniorgruppenleiter ans Institut für Genbiologische Forschung Berlin und arbeitete nach dessen Schließung am MPI an seiner Habilitation.. Bei einer solchen Karriere im Eiltempo war es eigentlich nur logisch, dass ihm die Leitung der neu gegründeten Planttec GmbH angetragen wurde.. Riesmeier traute sich die Aufgabe zu und baute die Potsdamer Firma an der Schnittstelle von Grüner und Weißer Biotechnologie auf.. 2000 wurde Planttec von Agrevo übernommen, bald darauf in Aventis Cropscience umgetauft und 2002 an die Bayer AG verkauft.. Während dieser Zeit erweiterte Riesmeier den Standort auf der Insel Hermannswerder auf 70 Mitarbeiter.. Ende 2003 wurde dann die Rechtsform der Firma geändert - für Riesmeier gab es damit keine adäquate Aufgabe mehr.. Bayer erhielt den Standort als Bayer Bioscience bis 2008, dann wurden die Projekte in die USA und Belgien überführt und das Gewächshaus in Potsdam für immer verlassen.. Damals wurde aus einer Tendenz ein Fakt: Die Grüne Gentechnik war in Deutschland gescheitert , sagt Riesmeier rückblickend.. Er selbst ging als Fondsmanager mit seiner Familie nach Kalifornien.. Eine richtige Entscheidung: Das Flair an der Westküste war genial.. Und erst das Geschäftsklima - wie für mich gemacht! Vom Pioniergeist beflügelt, wartete die nächste Herausforderung in Boston.. Von dort organisierte er den niederländischen Fonds LSP Bioventures.. Das Geld kam von Syngenta, die sich so frühzeitig mit cleveren Ideen aus der Weißen Biotechnologie umgeben wollte.. Mit Erfolg: Nach dem Anfangsinvestment - vermittelt durch Riesmeier - kauften die Schweizer 2012 eine Firma irgendwo im tiefen Hinterland Floridas für satte 113 Mio.. US-Dollar.. Zu diesem Zeitpunkt war Tausendsassa Riesmeier aber schon wieder zurück in Deutschland: Ab 2008 wurde die Lage grässlich.. Das Investorengeschäft hat überhaupt keinen Spaß mehr gemacht.. Wie so oft spielte ihm dann der Zufall in die Hände.. Die Direvo Industrial Biotechnology (IBT) GmbH in Köln suchte gerade einen neuen Geschäftsführer.. Nach dem Herauslösen der Sparte Weiße Biotechnologie aus der Direvo Biotech AG war der Pharma-Arm gerade in der Bayer AG aufgegangen.. Ex-Chef Thomas von Rüden übernahm kurzzeitig das Ruder der Direvo IBT - und reaktivierte mit Riesmeier einen Kontakt aus alten Tagen.. Der kannte die Firma bereits: Wir bei LSP hatten Direvo zwar beobachtet, konnten uns aber nicht zu einem Investment durchringen.. Damit wusste der frisch gebackene Chef natürlich auch, dass ihn gehörig Arbeit in Köln erwartete: Wir haben die Firma komplett umgekrempelt.. Drei Jahre später steht sie mit 30 Angestellten und zwei Hauptprodukten gut da.. Die BluZy-Enzyme werten als Futtermittel verwendete Abfälle der Bioethanolproduktion auf.. Die BluCon-Plattform garantiert die Umwandlung organischer Abfälle in wirtschaftlich verwertbare Einzelbausteine wie Milchsäure.. Die Riesmeiers wohnen jetzt wieder in Berlin: Nach der Zeit in den USA wollten wir der Kinder wegen wieder auf bekanntes Terrain.. Wochentags nächtigt Riesmeier in einer kleinen Mietwohnung in Köln.. Die Wochenenden verbringt der laut Eigenaussage experimentierfreudige Hobbykoch mit seiner Frau und den sechs und elf Jahre alten Söhnen in Berlin-Zehlendorf.. Obwohl sie noch nicht so recht wissen, was der Papa macht, wollen beide übrigens Erfinder werden.. Wobei sie allerdings noch stark auf Autos fixiert sind , seufzt der Vater.. Jörg Riesmeier.. Wie die meisten Riesmeiers in Deutschland kommt der 48-Jährige aus dem Oldenburger Land.. Geboren in Vechta, zieht es Jörg Riesmeier zum Studium nach Berlin.. Es folgen Diplom, eine rekordverdächtig schnelle Promotion („Zwei Jahre und zehn Tage“) und einige akademische Positionen.. 2006 ist er Mitgründer der Planttec und wird deren Geschäftsführer.. Nach einem mehrjährigen Intermezzo in den USA als Fondsmanager übernimmt Riesmeier 2010 die Leitung der Direvo IBT in Köln.. Aufsteigend.. Porträt.. Joachim Schmitt: Gesundes Fast Food.. Von Schmitts umfangreicher Berufserfahrung, die er unter anderem als Berater für Technikfolgenabschätzung für den Bundestag und in der Lebensmittelindustrie sammelte, profitieren seit diesem Semester die Fuldaer Studenten.. Schmitt will mit ihnen zusammen ein paradoxes Lebensmittel entwickeln: Gesundes Fast Food.. Joachim Schmitt, 2010.. Entwicklungsgeschichtlich ist es nicht allzu lange her: Mit Speeren bewaffnet laufen Menschen über die Steppe, erlegen Mammuts und verzehren sie in einem großen Schlachtfest.. „Für die heutige Generation Schreibtischtäter ist diese energiehaltige Nahrung nicht mehr optimal“, sagt Joachim Schmitt, Professor für die Technologie pflanzlicher Lebensmittel an der Hochschule Fulda.. „Wir benötigen viel mehr Lebensmittel, die energiearm sind und die Konzentration fördern.. Functional Food ist Schmitts Lieblingsthema.. Seinen ersten Kontakt mit maßgeschneiderten Lebensmitteln hatte der studierte Biologe als Koordinator von Forschungsprojekten beim Babynahrungs-Spezialisten Milupa.. „Die Stoffe in der Muttermilch haben einfach phantastische Funktionen.. Wir haben damals die noch recht unbekannten Kohlenhydrate genauer unter die Lupe genommen,“ erinnert sich Schmitt „und mehrere hundert verschiedene Oligosaccharidstrukturen darin festgestellt.. Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass spezielle Zuckermoleküle die Ansiedlung von erwünschten Bifidobakterien im Darm fördern und gleichzeitig die weniger willkommenen E.. coli-Bakterien hemmen.. Weitere Untersuchungen ließen vermuten, dass bereits mit der Muttermilch die Grundlage für eine gesunde Entwicklung bis ins Erwachsenenalter gelegt werden könnte.. „Meine Erkenntnis aus dieser Arbeit war, dass wir nicht nur essen, um uns zu ernähren: Die Nahrung hat auch Langzeitfolgen für unsere Gesundheit,“ resümiert der in der Nähe von Aschaffenburg geborene Professor.. Maßgeschneidertes Fast Food für optimale Ernährung.. Das Geheimnis gesunder Ernährung ist keins: Wer nicht raucht und täglich frisches Obst und Gemüse isst, macht es richtig.. „Doch das ständige Predigen hat bislang nicht zum Erfolg auf allen Ebenen geführt,“ sagt Schmitt.. Geprägt von seiner Zeit als „New Product Manager“ bei „The Lorenz Snack World“ verfolgt Schmitt nun das Ziel, gesundes Fast Food für Menschen mit sitzender Haupttätigkeit zu entwickeln.. „Die Snacks müssen einen hohen Ballaststoffgehalt aufweisen, optimierte Vitamine aufweisen und wenig Energie besitzen.. Und natürlich müssen sie gut schmecken,“ fügt Schmitt hinzu und quittiert dies mit lautem Lachen.. Seine Kontakte zur Lebensmittelindustrie und die guten Bedingungen an der Hochschule Fulda sind optimaler Nährboden für sein Projekt.. „Die Amerikaner machen uns das bereits vor.. Auf dem Speiseplan von Herzkranken stehen beispielsweise Heart Healthy Pizzas,“ sagt der 54-Jährige.. Politikberatung für den Bundestag.. Schmitts Karriere weist ungewöhnlich viele Stationen auf.. Nach seiner Diplomarbeit bei Boehringer Mannheim, anschließender Dissertation und Lehrtätigkeit in der Biotechnologie an der Universität Würzburg war Schmitt fünf Jahre lang Wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag“.. Mit natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Kollegen hat er Expertisen angefertigt zu Themen wie „Hochleistungspflanzen für die dritte Welt zur Hungerbekämpfung“ oder „Genetische Datenspeicherung – der Gläserne Mensch“.. Den Studenten an der Hochschule Fulda stehen mit dem neuen Professor interessante Zeiten bevor: Schmitts erstes Semester als Hochschulprofessor hat gerade begonnen.. Seine vorrangigen Aufgaben sind nun, sich in der Hochschulumgebung einzurichten und die ersten Vorlesungen zu gestalten.. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe, auf meine neuen Studenten und kann es kaum erwarten, mit ihnen zusammen innovative Snacks zu entwickeln.. “.. biotechnologie.. / Andrea van Bergen.. Isabel Bäurle: Auf der Suche nach dem Gedächtnis der Pflanze.. Was uns nicht umbringt, macht uns stark.. Dieses Sprichwort scheint auch für Pflanzen zu gelten, ist aber bei diesen bisher kaum erforscht.. An der Universität Potsdam will die Molekularbiologin Isabel Bäurle zeigen, wie Pflanzen auf molekularer Ebene Informationen über bestimmte Umwelteinflüsse wie etwa Stress speichern.. Isabel Bäurle.. Die 36-jährige Biologin ist von der praktischen Bedeutung ihrer Arbeit überzeugt.. „Die Sommer werden immer heißer und trockener, da ist es kein Wunder, dass die Stressresistenz in der Züchtungsforschung eine immer größere Rolle spielt.. “ Das sieht die Alexander von Humboldt-Stiftung ähnlich und fördert deshalb die Forschung der Molekularbiologin an der Universität Potsdam für die nächsten fünf Jahre mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis.. Mit dem Preisgeld von rund 1,5 Millionen Euro finanziert Bäurle ihre neue Arbeitsgruppe.. Mit ihren vier Mitarbeitern experimentiert sie an der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana).. Der krautige Kreuzblütler ist das „Haustier der Pflanzengenetiker“, erklärt Bäurle.. Die Pflanze ist zwar landwirtschaftlich unbedeutend, hat sich aber über Jahrzehnte als Modellorganismus in der Genetik etabliert.. Die Forscherin betont: „Unsere langfristige Perspektive sind ganz klar stressresistente Nutzpflanzen.. Pflanze erinnert sich an Kälteperiode.. Viele Zuhörer würden die Stirn runzeln wenn sie vom Gedächtnis der Pflanzen erzähle, sagt Bäurle.. „Doch auch ohne Nervensystem haben Pflanzen einen Mechanismus, der ähnlich wie ein Gedächtnis funktioniert, über den man aber eben noch sehr wenig weiß.. “ Für ihren Postdoc ging Bäurle an das John Innes Centre im englischen Norwich.. Ihr Forschungsschwerpunkt dort: die Vernalisation.. Viele ein- und zweijährige Pflanzenarten blühen erst, nachdem sie eine andauernde Periode mit niedrigen Temperaturen durchlebt haben.. Das verhindert, dass die Pflanzen bereits vor Wintereinbruch zu blühen beginnen.. „Das ist ein klassisches Beispiel dafür, dass eine Pflanze eine Art Gedächtnis hat, denn das Ende des Winters und der Beginn der Blühphase können Monate auseinander liegen“, so Bäurle.. Mit ihrem Team verfolgt sie nun gleich mehrere Ansätze, um herauszufinden, warum bestimmte Pflanzen ein besseres Gedächtnis haben als andere und sich so besser an wiederkehrenden Umweltstress anpassen können.. Ihre Hypothese ist, dass epigenetische Prozesse eine bedeutende Rolle spielen.. Also Prozesse, die dieExpression von Genen über Generationen hinweg verändern können, ohne die DNA-Sequenz zu modifizieren.. „Bei unserem Modellorganismus sind wir in der glücklichen Lage, dass es für jedes bekannte Gen eine Mutante gibt, die man praktisch aus der Schublade ziehen kann“, sagt Bäurle.. Derzeit sucht sie nach Mutanten, die schneller vergessen, dass sie Hitzestress ausgesetzt waren.. So hofft sie, Regulatoren des Gedächtnisses zu finden, deren Funktion sie dann auf molekularer Ebene weiter erforschen wird.. Gleichzeitig sucht sie mit ihrem Team aber auch nach bisher unbekannten Genen, die beim Gedächtnis der Pflanzen eine Rolle spielen könnten.. So flexibel Pflanzen auf Umweltbedingungen reagieren, so flexibel zeigt sich auch Isabel Bäurle in ihrer Forschung.. Alte Annahmen werden ohne Reue über Bord geworfen, wenn sie sich als nicht mehr adäquat erweisen.. Auch ihr Werdegang als Forscherin zeugt von dieser Flexibilität.. Ihr Studium begann sie mit Deutsch und Französisch, wandte sich dann aber denjenigen Fächern zu, für die sie sich schon in der Schule am meisten begeistern konnte: Biologie und Chemie.. Später war sie ein Jahr als Erasmus-Studentin in Italien.. „Mich reizte einfach die Möglichkeit, eine neue Sprache zu lernen“, erinnert sie sich.. Als sie allerdings merkte, dass sie dort wissenschaftlich unterfordert war, suchte sie sich kurzerhand einen Platz zur Mitarbeit in einem Labor.. Ein kleine Kurskorrektur, die gleichzeitig entscheidend war: „Ich denke, damals bei der Laborarbeit habe ich den Reiz am Forschen entdeckt.. “ Ihre Doktorarbeit führte sie in der Welt der Pflanzengenetik, mit Stationen in Tübingen und Freiburg.. Vom britischen Norwich nach Potsdam.. Als Kovalevskaja-Preisträgerin 2010 ergab sich nun für Isabel Bäurle die Möglichkeit, von Großbritannien aus mit ihrem Forschungsprojekt an einer deutschen Forschungseinrichtung ihrer Wahl anzudocken.. Potsdam ist für sie eine junge, dynamische Uni und auch durch das nahe Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm besonders attraktiv.. „Aber ich will nicht verschweigen, dass es auch einen privaten Grund für die Ortswahl gab“, sagt sie und lacht.. Ihr Mann hat Anfang dieses Jahres eine Professur für Genetik an der Universität Potsdam angenommen.. Gemeinsam mit ihrer Tochter ist Bäurle vor wenigen Monaten nach Potsdam gezogen.. Richtungswechsel stehen in dieser Hinsicht jetzt erst einmal nicht an.. / Ute Zauft.. Erik Schäffer: Verfolgt Motorproteine auf Schritt und Tritt.. Die dynamischen Winzlinge treiben beispielsweise unsere Muskeln an und spielen eine wichtige Rolle als Zugpferde bei der Zellteilung: Motorproteine.. Erik Schäffer vom Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden hat sein Augenmerk auf diese molekularen Antriebsmaschinen gerichtet.. Erik Schäffer.. Eine selbst gebaute „Optische Pinzette“ hilft dabei, die Bewegungen der Eiweißmoleküle im Nanometer-Maßstab sichtbar zu machen.. Kürzlich wurde der 39-jährige Biophysiker für seine Grundlagenforschung mit einem ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet.. Schon während seiner Doktorarbeit auf dem Gebiet der Polymer-Physik an der Universität Konstanz liebäugelte Erik Schäffer mit der Biologie: „Auf Tagungen bemerkte ich, dass es spannende Überlappungen zwischen beiden Bereichen gibt“, erinnert sich der Wissenschaftler.. Während seiner Zeit als Postdoc am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden kam der Physiker dann direkt mit der Biologie in Kontakt und lernte dort die Molekularbiologie von der Pike auf kennen.. Proteinfüßchen mit acht Nanometern Schrittlänge.. Das Forschungsthema Motorproteine fasziniert den in Stuttgart geborenen Wissenschaftler jeden Tag aufs Neue.. „Diese mobilen Eiweißstrukturen übernehmen vielfältigste Aufgaben im Körper“, sagt er.. Schäffers Team in Dresden beschäftigt sich insbesondere mit dem Proteinkomplex Kinesin.. „Das sind winzige Transporter, die biologische Lasten vom Zellkern in Nervenendigungen befördern—auf molekularbiologischem Niveau ist das mit einer Marathonstrecke vergleichbar, “ betont der Juniorgruppenleiter.. Um längere Transportwege zurückzulegen teilen sich mehrere Kinesin-Moleküle den Weg: Jeden Mikrometer—das entspricht dem fünfzigstel Durchmesser eines Haares—übernimmt ein neues Kinesin das Frachtgut.. Das Kinesin-Molekül hat zwei Füßchen und kann damit eine Schrittlänge von acht Nanometern, also acht Millionstel Millimeter, hinlegen.. Diese Schrittgröße spiegelt exakt die Struktureinheit eines Mikrotubulus wieder, dem Bestandteil des Zytoskeletts, das den Kinesinen als Schiene dient.. Diese unvorstellbar kleine Strecke und die winzigen Motorkräfte—in etwa ein Milliardstel der Gewichtskraft eines Briefes—messen die Forscher mit einer selbstgebauten Apparatur.. Sie nennen sie „Optische Pinzette“.. Für ihre Vermessungen im Zwergen-Maßstab müssen die Forscher sogar den Raum verlassen, da allein die Wärmeabstrahlung des Körpers die empfindlichen Versuche stören kann.. Reibung der Minimotoren vermessen.. Die bisherigen Ergebnisse der zehnköpfigen Arbeitsgruppe können sich international sehen lassen.. Eine Veröffentlichung im Fachjournal Science (.. 2009, Bd.. 325, S.. 870.. ) über die Reibung der Motorproteine brachte den Dresdnern das Renommee, das auch manche Türen für den mit 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant öffnete.. Schäffer hat seinen eingeschlagenen Lebensweg als Wissenschaftler noch nie bereut und an Ideen für die Zukunft mangelt es auch nicht.. Viele Fragen stehen auf der „To-Do-Liste“: Wie schnell ist der Kinesin-Motor? Welche Maximalkraft besitzt er und wie groß ist die Reibung zwischen Motor und der Mikrotubulus-Schiene? Man darf gespannt sein, welche Ergebnisse aus dem Dresdner Motorprotein-Labor demnächst für Aufsehen sorgen werden.. Heribert Warzecha: Impfstoffe aus Tabakpflanzen.. Heribert Warzecha von der Technischen Universität Darmstadt hat eine Vision: Er will gentechnisch veränderte Tabakpflanzen zur Herstellung von Impfstoffen nutzen, um damit von Tieren übertragene Infektionskrankheiten zu bekämpfen.. Quelle: Katrin Binner / TU Darmstadt.. Warzecha hat dabei Moskitos und andere tierische Überträger von Malaria und Borreliose im Visier, um den Ansteckungskreislauf zu unterbrechen.. Die Vorteile der pflanzlichen Impfstoff-Fabrik liegen für ihn klar auf der Hand: Das Vakzin wird von den Tieren mit den Blättern oder den Blütennektar genüsslich verzehrt und ist zudem noch günstig herzustellen.. Die Impfstoff-Herstellung aus Pflanzen ist keineswegs nur eine Zukunftsidee: Ein in Tabakpflanzen hergestellter Impfstoff gegen die Newcastle-Seuche bei Hühnern wurde vor kurzem von der amerikanischen FDA zugelassen, die als eine der weltweit strengsten Arzneimittelbehörden bekannt ist.. „In Pflanzen produzierte Impfstoffe sind für Massentierimpfung bestens geeignet.. Die herkömmliche Herstellung durch Bakterien ist ein sehr aufwendiger und teurer Prozess,“ erklärt Heribert Warzecha, Professor für Plant Biotechnology and Metabolic Engineering an der Technischen Universität Darmstadt.. „Im realen Leben rechnet man in Penny per dose - auch unser Impfstoff soll nur einige Cent kosten.. Pflanzlich-basierte Impfstoffe gegen Malaria, Malta-Fieber und Borreliose.. Warzechas jüngstes Projekt beschäftigt sich mit der Herstellung eines essbaren Impfstoffes gegen Malaria.. „Wir planen, Malaria übertragende Moskitos zu ‚immunisieren’.. Damit würde auch die Infektionsrate beim Menschen reduziert,“ erklärt der in Wiesbaden geborene Forscher.. Das Team um Warzecha spürt nun als Impfstoff geeignete Proteine auf und testet sie auf ihre Wirksamkeit.. Die lästigen Quälgeister sollen diese dann über den zuckerreichen Blütennektar oder Pflanzensäfte zu sich nehmen.. Denn Moskitos trinken nicht nur Blut, sondern laben sich auch an Pflanzen.. Die Bill Melinda Gates Stiftung, die kreative Ideen und neue Ansätze zur Bewältigung von Gesundheitsproblemen in Entwicklungsländern unterstützt, fördern dieses Projekt mit 100.. 000 US-Dollar.. Doch Malaria ist nicht die einzige Krankheit, bei der sich  ...   sich durch ein Herabsetzen des miRNA 34c-Pegels die Lernfähigkeit in den Mausmodellen der Alzheimer-Erkrankung und in alten Mäusen wieder normalisieren.. Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer gehen mit vielen Faktoren einher.. Wir hoffen, mit miRNA 34c einen der wichtigen Vermittler der Pathogenese getroffen zu haben , sagt Fischer, Micro-RNA 34c wäre damit ein guter Kandidat für die Entwicklung von Medikamenten gegen Alzheimer.. Als Andre Fischer 2007 aus den USA nach Deutschland zurückkam, hatte der damals 33-jährige Alzheimer-Experte schon für Aufsehen in der Fachwelt gesorgt.. Ihm war es gelungen, einen epigenetischen Mechanismus für die positive Wirkung von Gehirnjogging zu identifizieren und ihn bei Mäusen gezielt zu aktivieren.. Bald nach der Ankunft wurde er dafür mit dem European Young Investigator Award (EURYI) ausgezeichnet, der ihm 5 Millionen Euro für den Ausbau seiner Arbeitsgruppe bescherte.. Als Leiter der Nachwuchsforschergruppe für Alterungsprozesse und Kognitive Erkrankungen am European Institute for Neuroscience (ENI) konnte Fischer an Mäusen zeigen, dass bereits verlorene Erinnerungen wieder zugänglich werden, wenn man den Tieren die Möglichkeit der geistigen und körperlichen Betätigung gibt – sie also kurz gesagt „Gehirnjogging“ machen lässt.. Fischer beschrieb im Fachblatt Nature (.. Vol.. 447, P.. 178-82.. ), dass hier die Epigenetik und der mit ihr verknüpfte Prozess der Histon-Acetylierung verantwortlich ist.. Offenbar werden viele Gene, die für neuronale Funktionen wichtig sind, durch Histon-Acetylierung aktivieren.. Histone sind eine Stützstruktur für das Erbgut.. Bei einer Acetylierung werden wiederum an diese Histone Essigsäurereste angehängt und dieser Mechanismus hat offenbar eine Auswirkung auf die Genaktivität.. Ein Enzym namens Histondeacetylase (HDAC) hebt diese aktivierende Wirkung wieder auf, beobachtete Fischer.. Die Injektion von Substanzen, die HDAC blockieren, hat in der Maus offenbar die gleiche Wirkung wie „Gehirnjogging“.. „Mit unserem Ansatz hat man eventuell erstmals wirklich etwas in der Hand“ hoffte Fischer noch 2007.. Aus den klinischen Studien, die ermit zwei bereits auf dem Markt befindlichen HDAC-Blockern plante, ist allerdings nicht geworden.. Rückkehr nach Deutschland positiv bewertet.. Seine Rückkehr nach Deutschland bedauert der Ehemann und Vater nicht.. Als er 2003 als Postdoc von Göttingen nach Harvard ging, „gab es noch keine Perspektive hier.. Es gab keine Nachwuchsförderung in dem Sinne.. Das hat sich jetzt aber geändert“, erzählt Fischer.. Das Angebot, am Pilotprojekt ENI in Göttingen zu arbeiten, war ein wichtiger Anreiz.. „Die Arbeitsbedingungen sind mit Harvard vergleichbar, und es gab keinen Professor, der uns sagt, was wir machen sollen“.. Für ihn ist es auch eine politische Entscheidung: „Ich finde es einfach unfair, wenn die besten nach Amerika gehen und bleiben, und Deutschland blutet aus.. “ Trotzdem war es eine „einigermaßen schwierige Entscheidung“ erinnert sich Fischer.. Familiäre Gründe, z.. in Form einer sechsjährigen Tochter, hat es auch, dass für „irgendwelche Hobbies“ wie Klavier- oder Gitarrespielen, eigentlich nicht mehr viel Zeit bleibt.. Forschung und Familie weiß Fischer aber durchaus zu verbinden: „Als Kleinkind war meine Tochter auf jeder SfN (Society for Neuroscience)-Konferenz dabei, die stattfand“, erzählt er stolz.. / Miriam Ruhenstroth Christoph Mayerl.. Biostrom aus Blutzucker und Klärschlamm.. Herzschrittmacher, die ihre Energie aus Blutzucker beziehen – davon träumt die Medizintechnik schon seit Jahrzehnten.. Sven Kerzenmacher tüftelt an solchen Bio-Brennstoffzellen, die künftig die Lithiumbatterie im Herzschrittmacher ablösen sollen.. Sven Kerzenmacher.. Aber auch andere Arten der Stromerzeugung haben es dem Freiburger Chemieingenieur angetan.. In einem anderen Forschungsprojekt tüftelt er an Verfahren, wie Kläranlagen mit bakterieller Unterstützung aus Abwasser ihren eigenen Strom gewinnen können.. Dass er einmal in der Grundlagenforschung landen würde, hätte Sven Kerzenmacher zu Beginn seines Studiums nicht gedacht.. In Offenburg schrieb er sich für Verfahrens- und Umwelttechnik ein, er wollte nah an die Anwendung.. Doch schon bald erlag er dem Zauber der Brennstoffzelle.. Schon in seiner Diplomarbeit am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg beschäftigte er sich mit den alternativen Energiequellen, nach einem Masterabschluss promovierte er 2002 schließlich an der University of Texas im US-amerikanischen Austin zu neuartigen Materialien, die Hochtemperatur-Brennstoffzellen ermöglichen.. “ In Austin habe er sich sehr wohl gefühlt, sagt er, vor allem hätte ihn die Liberalität der Stadt positiv überrascht.. Blutzucker als Kraftstoff.. Jetzt leitet Kerzenmacher, gar nicht weit von seinem Geburtsort im Breisgau entfernt, am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg eine Arbeitsgruppe, die sich mit zwei sehr unterschiedlichen Arten von Biobrennstoffzellen befasst.. Bei der einen geht es darum, aus Blutzucker Strom zu gewinnen.. Damit könnten etwa Herzschrittmacher betrieben werden.. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einer Batterie: es gibt zwei Elektroden, die wegen der Verträglichkeit aus Platin bestehen.. An der Anode gibt die im Körpergewebe gelöste Glukose Elektronen ab.. Diese werden als elektrischer Strom durch den Herzschrittmacher geleitet und an Kathode an den Sauerstoff in der Gewebeflüssigkeit abgegeben.. Vision der implantierbaren Glukosebrennstoffzelle als Beschichtung auf dem Herzschrittmachergehäuse.. Eine Brennstoffzelle wandelt chemisch gebundene Energie in elektrische Energie um.. Quelle: Bernd MüllerMit künstlichen Glukoselösungen funktioniert das auch sehr gut, so Kerzenmacher.. Kopfzerbrechen bereiten ihm derzeit allerdings die Aminosäuren, die ebenfalls in Blut und Gewebeflüssigkeit vorhanden sind.. „Die Aminosäuremoleküle sind ähnlich groß wie die Blutzuckermoleküle, das heißt wir können sie nicht herausfiltern.. Sie setzen die Anode zu und verhindern so, dass Glukose Elektronen abgeben kann.. “ Das zu unterbinden, sei gerade die größte Herausforderung.. Ist die gemeistert, dann müssen Lebensdauer und Biokompatibilität der Glukosebrennstoffzellen getestet werden.. „Die sollen ja lebenslang im Organismus bleiben, und dort müssen sie einwandfrei funktionieren und dürfen keine schädlichen Reaktionen hervorrufen.. “ Ein Langzeitforschungsprojekt also, meint Kerzenmacher.. „Bis solche Systeme tatsächlich einsatzfähig sind, werden wohl noch zehn, zwanzig Jahre vergehen.. Bakterien als Konkurrenz für Stromriesen?.. Bei seinem anderen Forschungsschwerpunkt, der Stromgewinnung aus Abwasser mit mikrobiellen Brennstoffzellen, sieht das anders aus.. Hier gibt es mittlerweile schon erste Pilotanlagen, unter anderem in Australien.. Kerzenmachers Arbeitsgruppe entwickelt neue Materialien und Konzepte, um diese Bio-Brennstoffzellen effizienter, langlebiger und kostengünstiger zu machen.. Das Prinzip ist bestechend einfach: „Wir verwenden Bakterien mit einer Besonderheit im Stoffwechsel: Sie ernähren sich von Inhaltsstoffen aus dem Abwasser und setzen dabei Elektronen frei, die sie normalerweise auf Sauerstoff übertragen.. “ Diese Bakterien werden auf Graphitanoden angesiedelt und geben nun ihre Elektronen an diese ab.. An der Kathode nimmt wie bei der Körper-Brensstoffzelle der Umgebungssauerstoff die Elektronen auf.. Eine Stadt könne man mit der so gewonnenen Strommenge nicht versorgen, erläutert Kerzenmacher, aber die Kläranlage könnte so durchaus ihren eigenen Strombedarf decken.. „Und das macht einiges aus, denn so eine Kläranlage hat normalerweise eine enorme Stromrechnung.. Seine Freizeit verbringt er am liebsten in der Natur, beim Segeln oder auf dem Mountainbike.. Aber auch die Kulturszene von Freiburg hat es ihm sehr angetan, vor allem die kleinen Klubs mit ihrem Angebot an Jazz und Alternative Music.. „Hier treten mittlerweile unglaublich viele noch relativ unbekannte Bands auf, und das mochte ich schon immer sehr gerne, Neues kennenzulernen.. “ Ob in der Musik oder anderswo.. An seiner Arbeit mag Kerzenmacher vor allem die Interdisziplinarität.. Er selbst ist Chemieingenieur, andere Kollegen wiederum sind Physiker, Biologen, Chemiker, Biotechnologen.. „Dabei ist es nicht immer ganz einfach, eine gemeinsame Sprache zu finden, aber wir lernen sehr viel voneinander.. Ein solches Projekt wie die mikrobielle Brennstoffzelle beispielsweise kann keine Disziplin allein entwickeln.. Die Ursachen von Parkinson aufspüren.. 1987 kam der Film „Wettlauf zum Ruhm“ in die Kinos.. Das Filmdrama beschreibt vor dem Hintergrund manischer Wissenschaftler und eines rivalisierenden Forschungsbetriebs die Entdeckung der DNA-Struktur.. Im Zuschauerraum saß auch der damals 16-jährige Günter Höglinger, schon in der Schulzeit an Wissenschaft interessiert.. „Watson und Crick entdecken die Doppelhelix“, erinnert sich Höglinger, „danach war für mich klar: Ich will Forscher werden!“.. Inzwischen ist Höglinger selbst eine treibende Kraft auf dem Gebiet der Parkinson-Forschung.. Günter Höglinger.. Am Deutschen Zentrum für Neuroregenerative Erkrankungen (DZNE) hat er seit September 2011 eine Heisenberg-Professur angetreten.. Am DZNE-Standort München erforscht er die Ursachen des Gehirnleidens.. Nach der Schule studierte der 1971 in Passau geborene Arzt zunächst Physik, entdeckte jedoch nach zwei Semestern die Humanmedizin für sich und entschied sich schließlich ganz für einen medizinischen Werdegang.. Mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Tasche unterbrach er nach dem Studium seine Facharztausbildung und ging an das Hôpital de la Salpêtrière in Paris.. Dort prägte ihn vor allem die interdisziplinäre Forschungsweise.. „Es stand nicht die Methode, sondern die Erforschung einer Krankheit mit allen Mitteln im Zentrum“, sagt Höglinger.. Eine tropische Frucht als Krankheitsursache.. Die Herangehensweise hat er bis heute beibehalten: Auch an seiner aktuellen Stelle am DZNE in München schätzt er die breite Methodenpalette und will sich nicht auf eine Forschungsart beschränken.. Durch unterschiedliche Methoden wie genetische und epidemiologische Untersuchungen, Zellkulturen, Tiermodelle, bildgebende Verfahren und klinische Studien könne umfassender und zielgerichteter geforscht werden, sagt er.. Nach seiner Promotion übernahm er 2004 die Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe an der Neurologischen Klinik der Philipps Universität Marburg.. Dort absolvierte er auch seine Ausbildung zum Facharzt für Neurologie und arbeitete anschließend als leitender Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Philipps Universität Marburg.. Sein Fachgebiet: Die Parkinson-Krankheit.. Bis heute sind die Ursachen der Krankheit nicht geklärt, drei Viertel der 400 000 Patienten in Deutschland leiden an einer Parkinson-Form ohne erkennbare äußere oder genetische Ursache.. Bekannt ist nur das Krankheitsbild: An den Nervenzellen bilden sich Proteinverklumpungen, die die betroffenen Zellen zerstören.. „Es gibt zwei große Gruppen von Parkinson-Krankheitssymptomen“, erklärt Höglinger.. „Bei der einen sammelt sich das Protein Alpha-Synuclein an, bei der anderen das Tau-Protein.. Was aber die Entstehung dieser Proteinaggregate genau auslöst, ist bisher nicht bekannt, und genau danach suchen wir.. Eine Ursache konnte er in seiner Forschung bereits identifizieren: Höglinger habilitierte über natürliche Umweltfaktoren als Auslöser von atypischen Parkinson-Syndromen auf der Karibikinsel Guadeloupe.. Dort fand er heraus, dass die Graviola-Frucht, die von den Einheimischen gerne und häufig verzehrt wird, ein Parkinson Syndrom auslösen kann.. „Die leider sehr leckere Frucht enthält ein Gift, das den Energiestoffwechsel in den Zellen stört“, erklärt der Forscher.. Durch diese Entdeckung konnte er zeigen, dass bei der Progressiven Supranukleären Blickparese (PSP), einem besonders schwer verlaufenden Parkinson-Syndrom, der Energieverbrauch im Gehirn des Patienten verringert ist und dass man dieses Defizit durch eine bestimmte Behandlung verbessern kann.. Aktuell arbeitet Höglingers Team an einem breiten Spektrum an Projekten, wie zum Beispiel einer deutsch-amerikanischen Studie, die den Zusammenhang von Nikotin und Parkinson untersucht.. „Es gibt klare Hinweise, dass Raucher weniger an Parkinson erkranken“, erklärt Günter Höglinger.. „Wenn Nikotin tatsächlich eine schützende Wirkung hat, könnte man eventuell per Nikotin-Pflaster den Krankheitsverlauf verzögern.. Trotz der Forschung ist Höglinger Arzt geblieben – und immer noch Feuer und Flamme für seinen Beruf.. Ein Viertel seiner Arbeitszeit verbringt er als Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Technischen Universität München.. Seine Aufgabe dort ist es, die Forschungsergebnisse in die Praxis zu übersetzen.. „Anders als in der reinen Grundlagenforschung im Labor erlaubt mir diese Stelle, Patienten zu sehen, deren Probleme zu erkennen und an der Entwicklung neuer Therapien beteiligt zu sein“, sagt Höglinger.. Dass er seinerzeit die Physik aufgegeben hat, bedauert er nicht.. „Die Physik ist eine hochinteressante Wissenschaft, aber in der Medizin wusste ich von Anfang an, wofür ich studierte: um Menschen zu helfen“, begründet er.. „Das ist eine sehr starke Motivation.. / Fabienne Hurst.. Hüter des guten Geschmacks.. An der Justus-Liebig-Universität in Gießen forscht Holger Zorn an zwei Themen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten: an neuen Aromen für die Lebensmittelindustrie und an neuen Enzymen für die Produktion von Biokraftstoffen.. Holger Zorn.. Im Zentrum beider Forschungsarbeiten stehen die Ständerpilze, die am höchsten entwickelten Pilze überhaupt.. Fast jeder dürfte mit den Basidiomyceten, so ihr wissenschaftlicher Name, schon einmal zu tun gehabt haben.. Die meisten Speisepilze gehören zu den Ständerpilzen , sagt Zorn.. Uns geht es im Moment darum, komplexe Aromengemische durch neue Fermentationsverfahren herzustellen so der Lebensmittelchemiker.. Die Pilze sollen dabei praktisch als Minifabriken dienen.. Bisher verlässt sich die Industrie vor allem auf Hefen oder Bakterien, um solche Gemische herzustellen.. Doch gegenüber den Einzellern bieten die Pilze viele Vorteile: Bei der Aromabildung können Speisepilze wesentlich mehr leisten als beispielsweise Milchsäurebakterien oder Bäckerhefe.. , so Zorn.. Man kann beispielsweise Bierwürze hernehmen und als Substrat für einen Basidiomyceten hernehmen, um damit spannende Aromen zu generieren.. Am Ende steht dann das Pilz-Pils.. So spannend wie die Aromaforschung ist, macht sie doch nur den kleineren Teil von Zorns Arbeit aus.. Mehr als die Hälfte der Zeit forscht Zorns Team an neuen Enzymen für die Lebensmittelbranche und die Biotech-Industrie.. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) arbeitet er beispielsweise daran, optimale Enzymcocktails für die Herstellung von Biosprit zu finden.. Der 44-Jährige ist davon überzeugt, dass die Ständerpilze auch hier gute Dienste leisten: Basidiomyceten sind die einzigen Organismen, die effizient Lignin abbauen können.. Lignin ist ein zähes Material.. In den Landpflanzen wird Lignin in die Zellwände eingelagert und sorgt dort für eine hohe Stabilität.. Etwa 20 % bis 30 % der Trockenmasse verholzter Pflanzen bestehen aus Ligninen, damit sind sie neben der Cellulose und dem Chitin die häufigsten organischen Verbindungen der Erde.. In der Industrie wird das Molekül bisher jedoch kaum genutzt.. Es gibt erste Ansätze, es als Rohstoff für Bioplastik zu nutzen.. Wie bei der Cellulose verhinderten Probleme bei der Verarbeitung bisher aber den großen Durchbruch bei der stofflichen Nutzung.. In der Lebensmittelchemie bin ich zu Hause.. Gerade in den vergangenen Jahren ist daher eine andere Verwendung immer stärker in den Fokus der Forschung gerückt: Lignocellulose als Rohstoff für Biokraftstoffe.. In Gießen konzentrieren sich die Forscher auf die Suche nach Enzymen, die die Lignocellulose-haltigen Zellwände knacken und die großen Polymere in einzelne Bausteine zerlegen.. Die Chancen, ausgerechnet bei den Ständerpilzen fündig zu werden, stehen nicht schlecht, glaubt Zorn.. Basidiomyceten machen viele Dinge anders als andere Mikroorganismen.. Von der Größe des Erbguts her ähneln die Pilze schon kleinen Pflanzen.. Das heißt, sie sind deutlich diverser als Mikroorganismen , so Zorn.. Das hat inzwischen offenbar auch die Industrie erkannt.. So sucht inzwischen auch das Chemieunternehmen Süd-Chemie AG gemeinsam mit Zorn in den Pilzen nach Enzymen, die Lignocellulose aufspalten.. Mit Hilfe des BMBF baut die Firma gerade in der Nähe von München an einer Demonstrationsanlage, in der aus Stroh Bioethanol hergestellt wird - der dann als Kraftstoff dem Benzin beigemengt werden könnte.. Eines Tages könnten die Pilzenzyme also auch in solchen Industrieanlagen eingesetzt werden.. Gegenüber Mikroorganismen bieten die Pilzenzyme aber noch einen weiteren Vorteil: Sie sind sehr viel robuster: Einzelne Enzyme halten Drücke von 10.. 000 Bar aus, ohne sich in ihrer räumlichen Struktur zu verändern.. Auch wenn der Pilzexperte Zorn mit seinen Arbeiten inzwischen teilweise im Bereich der industriellen Biotechnologie angekommen ist, hängt sein Herz doch an der Lebensmittelchemie.. In der Lebensmittelchemie bin ich zu Hause.. Das habe ich gelernt - von der Pieke auf.. An der Universität Gießen leitet er das einzige Institut für Lebensmittelchemie in Hessen.. Die hier ausgebildeten Lebensmittelchemiker - etwa 20 pro Jahr - arbeiten dann später beispielsweise bei der staatlichen Lebensmittelüberwachung.. Der Verbraucherschutz ist eine ganz wichtige Aufgabe , so Zorn.. Lebensmittelchemie steckt im täglichen Leben.. Kurz vorm Abitur hätte Zorn sich auch noch für ein Studium der klassischen Chemie entscheiden können.. Nach dem Besuch einer Chemiefabrik fiel dann aber doch die Entscheidung zugunsten der Lebensmittelchemie.. Das Schöne ist, dass die Lebensmittelchemie im täglichen Leben steckt , erklärt der Forscher seine Entscheidung.. Warum riechen bestimmte Dinge gut? Warum schmecken einige Lebensmittel besonders intensiv? All das sind spannende Phänomene.. Seit seiner Staatsprüfung zum Lebensmittelchemiker 1998 fahndet Zorn nun nach den Antworten auf diese Fragen: zunächst als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Hannover, nach einem kurzen Auslandsaufenthalt an der größten öffentliche Forschungseinrichtung Spaniens, dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC) in Madrid, dann ab 2006 als Arbeitsgruppenleiter für Technische Biochemie an der Universität Dortmund.. Zwei Jahre später wechselt er schließlich nach Gießen.. Bereut hat er seine Entscheidungen bis heute nicht.. Im Gegenteil: Ich habe den schönsten Beruf, den man sich vorstellen kann.. Auch in Gießen fühlt sich Familie Zorn richtig wohl.. Daran hat auch die Uni ihren Anteil.. Kurz nach dem Wechsel von Dortmund nach Gießen half sie bei der Suche nach einer Arbeitsstelle für Zorns Ehefrau - auch sie promovierte Lebensmittelchemikerin.. Sie arbeitet inzwischen in der staatlichen Lebensmittelüberwachung.. Die Faszination für die Naturhaben liegt dabei offenbar in den Genen.. Bei den beiden Söhnen stehen am Wochenende zwei Ausflugsziele besonders hoch im Kurs: Der Opel-Zoo in Kronberg im Taunus und das Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main.. Was die beiden Jungs ins Museum treibt? Die Dino-Skelette dort sind im Moment der absolute Renner.. /4..

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  • Title: Kornelia Berghof-Jäger - Laborwelt
    Descriptive info: Kornelia Berghof-Jäger.. Biotecon Diagnostics GmbH.. Kornelia Berghof-Jäger: One-Woman-Show auf der Insel.. 2013 - Eine Insel im Fluss, Bootstouren, ein Festzelt, reichlich Bier und Gegrilltes - Idylle pur auf Hermannswerder in der Nähe von Postdam.. So hatte die dort ansässige Biotecon Diagnostics vor wenigen Wochen ihren 15.. Geburtstag gefeiert - für eine Diagnostik-Firma ein beachtliches Alter, findet Kornelia Berghof-Jäger: "Viele Firmen konnten sich in unserem Markt nicht halten.. ".. Die Wurzeln reichen sogar noch weiter zurück.. Bereits 1990 wurde der Vorgänger, die Biotecon GmbH, gegründet.. Berghof-Jäger war von Anfang an dabei.. Schon während ihrer Promotionszeit spielte sie mit dem Gedanken, eine Firma zu gründen.. Gemeinsam mit ihrem Doktorvater Ulf Stahl und der bereits 1985 gegründeten Analyticon GmbH setzte die damals 33-Jährige die Idee schließlich auch um.. Da Stahl als Professor an der TU Berlin gebunden war, startete Berghof-Jäger de facto solo.. Am Anfang war es eine One-Woman-Show.. Ich habe von der Buchhaltung bis zur Forschung alles gemacht.. Erst nach sechs Monaten kam der zweite Mitarbeiter , erinnert sie sich.. Heute zählt der Spezialist diagnostischer Systeme zum Nachweis mikrobieller Kontaminationen knapp 70 Angestellte, und die Chefin ist froh, dass sich die Last mittlerweile verteilt: Ich gehöre sicher nicht zu denen, die denken, dass man alles selbst am allerbesten macht.. In den ersten Jahren hatte die Firma allerdings mit einem zentralen Problem zu kämpfen: Viele Produktideen basierten auf der Polymerasekettenreaktion (PCR).. Die Patentrechte dafür lagen damals beim US-Konzern Applied Biosystems - und die rückten keine Lizenzen heraus.. Wir mussten uns daher auf einen Partner verlassen, der bereits eine Lizenz besaß , erläutert die Biotecon-Chefin.. Die Wahl fiel auf den Pharmariesen Roche.. Laut Berghof-Jäger ein Superunternehmen.. Das Problem: Die Biotecon dreht ein kleines und Roche ein großes Rad.. Die Entwicklung ging daher nicht so schnell voran wie erhofft.. Die Firma musste zwei Gänge herunterschalten.. Es knirschte gehörig, aber immerhin gab es keine Entlassungen.. Berghof-Jäger: Niemand würde sich diese Zeiten heute zurückwünschen.. Letztendlich bekamen die Potsdamer 2007 die eigene PCR-Lizenz.. Nach der Umstellung auf Direktvertrieb wurde sofort sichtbar, dass die Märkte viel schneller erreichbar waren.. Das kurze Resümee der Biotechnologin: Auf einmal war alles gut.. Heute zählen Schwergewichte wie Nestlé, Bayer oder Pfizer zu den Kunden.. Zunächst war die Biotecon GmbH gemeinsam mit Analyticon unter dem Dach einer Holding.. 1998 wurde das Konglomerat getrennt und die Biotecon selbst geteilt.. Neben Biotecon Diagnostics mit Berghof-Jäger an der Spitze entstand Biotecon Therapeutics - mittlerweile zu Merz Pharma gehörend.. Der Therapeutika-Arm war vor allem mit der Entwicklung eines Botulinumtoxin-Produkts erfolgreich, das zur Behandlung von neurologischen Störungen sowie als Anti-Falten-Mittel eingesetzt wird.. Seit Anbeginn versucht Berghof-Jäger, die Biotecon über das Tagesgeschäft zu finanzieren: Ein Börsengang stand für mich nie ernsthaft zur Diskussion.. Ich wollte die Firma schon immer langfristig aufbauen.. Obwohl die PCR-Technologie bereits einige Jahre alt ist, hat der Kopf der Firma das Gefühl, dass der Markt sie erst jetzt akzeptiert: Wir verkaufen unsere Produkte in durch und durch regulierten Märkten wie der Lebensmittel- und Pharmabranche.. Die verwendeten Methoden müssen daher gerichtsfest sein, das ist das Zauberwort.. In ihrer Freizeit geht Berghof-Jäger gern Tango tanzen, besucht Oper und Theater.. Allerdings versucht sie auch, sich am Wochenende ein paar Ruhemomente zu bewahren: Bei den vielen Kulturangeboten in Berlin könnte es sonst schnell passieren, dass man den Montag als Erholungstag empfindet.. Auch Reisen steht bei Berghof-Jäger hoch im Kurs.. Zwar gönnt sie sich als Chefin maximal zwei Wochen am Stück, das hält sie aber nicht von Zielen wie Kuba oder Argentinien ab.. Einen der nachhaltigsten Eindrücke erlebte sie in Finnland: Dort wurde in einem wunderschönen chinesischen Teehaus nicht minder wunderschön Tango getanzt! Und wo holt sie sich die Ideen für ihre Firma? Auf Hermannswerder! Ich setze mich einfach eine Weile auf den Steg - und die Inspirationen fließen.. Die gebürtige Wolfsburgerin hat an der Technischen Universität Berlin Biotechnologie studiert und dort 1990 zum Thema Klonierung und Expression des ß-Glucanasegens in Hefen promoviert.. Die Biotecon gründete sie mit Ulf Stahl und der Analyticon GmbH kurz darauf.. Aufgrund anderer Interessen verließ Stahl die Firma 1999.. Nach der Anfangszeit in Berlin-Wedding wechselte der Firmensitz 1994 nach Berlin-Charlottenburg.. Erst 1997 zog die Firma nach Potsdam, wo Berghof-Jäger mit ihrem Mann mittlerweile auch wohnt.. Es ist Mitte der 90er Jahre und Jörg Riesmeier ist mit gerade einmal 32 Jahren zum Geschäftsführer des kleinen Start-ups Planttec gemacht worden.. Am Anfang läuft nicht alles glatt und er ist mehr als einmal über die Haltung seiner Geschäftspartner verärgert: Nur weil sie eine Visitenkarte mit dem Namen einer großen deutschen Firma präsentieren, haben sie die Weisheit nicht für sich gepachtet!.. Karl-Heinz Drexhage: Der spätberufene Unternehmer.. 09.. Andere mögen sich mit 65 um ihre Rosensträucher kümmern, für Karl-Heinz Drexhage stand das nie zur Diskussion.. Nach einem erfolgreichen Forscherleben musste der Professor aus Siegen 1999 aus Altersgründen seinen Stuhl räumen.. Doch wo ein Wille ist, geht der Weg weiter: Mit der Gründung der Atto-Tec GmbH als Hersteller organischer Farbstoffe zur Fluoreszenzmarkierung von Biomolekülen startete der heute 79-Jährige noch einmal durch – auf einer steinigen Strecke mit Höhen und Tiefen.. Drexhage wurde 1934 in Ostwestfalen geboren, wuchs später im Lipperland auf, wo er ein humanistisches Gymnasium besuchte.. Seine Leidenschaft war schon damals die Wissenschaft: „Mit 14 habe ich im Keller meiner Großeltern experimentiert – Knallen und Stinken inklusive.. “ In der Chemie-Arbeitsgemeinschaft durfte sich der Knabe einmal an der Synthese von Perchlorsäure versuchen.. Das wohl auch für den Lehrer aufrüttelnde Ergebnis: erschrockene Schüler und ein paar Löcher in Drexhages Sachen.. „Was der Lehrer und ich damals nicht wussten: Perchlorsäure kann sich spontan zersetzen“, so der Tüftler.. 1964 schließt er seine Promotion bei Hans Kuhn ab.. Dessen Vorliebe für bunte Substanzen färbt auch auf den Zögling ab.. „Einfache Synthesen wie die von Methylenblau oder Kristallviolett hatte ich bereits in meinem Kellerlabor gemacht, doch Kuhn hat mir gezeigt, dass es auf dem Gebiet der Farbstoffchemie noch viel zu entdecken gibt“, erläutert Drexhage.. In den USA, im IBM Forschungslabor im kalifornischen San Jose und bei Eastman-Kodak in Rochester im Bundesstaat New York, kann der Farbstoffexperte sein Wissen in einem Industrieumfeld vertiefen: „Das Hauptgewicht lag bei Kodak zwar auf anwendungsorientierter Forschung, aber kleine Nebenprojekte ohne direkten Nutzen für die Firma wurden geduldet.. “ Erst 1978 kehrt Drexhage mit seiner Familie zurück nach Deutschland, wo er als Professor für Physikalische Chemie an der Universität Siegen anheuert.. Dort wirkt er bis zu seiner Emeritierung vor vierzehn Jahren.. Dann beginnt das große Abenteuer Atto-Tec.. „Der Anfang war alles andere als Friede, Freude, Eierkuchen“, räumt Drexhage ein.. Die Raumsituation musste mit der Universität geklärt werden und die Ausrichtung der Firma war zunächst unklar.. Während das erste Problem schnell geklärt werden konnte – die Firma belegt noch heute ein paar Zimmer eines Hochschulgebäudes – zog sich das zweite über mehrere Jahre hin.. „Die Zusammensetzung der Gesellschafter war nicht glücklich gewählt“, glaubt Drexhage rückblickend.. Außer ihm sind von den vier Gründern noch Markus Sauer und Jürgen Wolfrum dabei.. Aktiv tätig ist aber allein Drexhage.. Der erste Geschäftsführer, Mitgründer Christoph Zander, setzte zu Anfang vor allem auf die Entwicklung von Biochips.. Ein schwieriges Unterfangen, da das Know-how diesbezüglich in Siegen begrenzt war.. Die Folge waren rote Zahlen.. Zander verließ Atto-Tec 2004, die Firma konzentrierte sich auf das Kerngeschäft – die Synthese von Fluoreszenzfarbstoffen.. Doch trotz eines engagierten Teams mit der Synthese-Expertin Jutta Arden-Jacob an der Spitze zog das Geschäft nur schleppend an.. Als drei Jahre später das einzige in der.. Firma steckende Wagniskapital – eine Million Euro – abgezogen werden sollte, wurde die Luft dünn.. „Um die Insolvenz abzuwenden, musste ich eine beträchtliche Summe an privatem Geld einsetzen , so Drexhage.. Auch wenn seine Kinder diesen Schritt nie so recht verstanden haben, er wusste immer seine Frau an seiner Seite.. Mit ihr verbindet ihn auch ein Hobby aus Marburger Tagen, der Orientierungslauf.. „Meine Frau ist gut im Orientieren, mir liegt eher das Läuferische“, lautet seine Einschätzung.. Bis vor sechs Jahren nahm Drexhage noch an Wettkämpfen teil.. Auch wenn er in den vergangenen Jahren immer langsamer geworden sei, so legt der leidenschaftliche Forscher Wert darauf, regelmäßig zu trainieren.. „Noch bin ich fit!“ – Mit dieser Ansage ist auch klar, dass er nicht daran denkt, sich aus der Firma zurückzuziehen.. „Warum soll ich aufhören, wenn mir die Arbeit noch Freude macht?“.. Karl-Heinz Drexhage.. Der 79-jährige Westfale ist emeritierter Professor für Physikalische Chemie.. In Marburg studiert er Chemie und Physik – und wird dort nach der Promotion mit einer Arbeit zu monomolekularen Farbstoffschichten habilitiert.. Nach zwei Jahren als Oberassistent und Privatdozent an der Universität Marburg geht er mit seiner Frau für zehn Jahre in die USA.. Zurück in Deutschland tritt Drexhage wieder in die akademische Welt ein.. Die 1999 von ihm mitgegründete Atto-Tec GmbH in Siegen ist ein mittlerweile weithin bekannter Farbstoff-Anbieter, der derzeit 15 Mitarbeiter beschäftigt.. Drexhage gehören 70% der Firmenanteile.. Der Vater einer Tochter und eines Sohns – und Großvater von sechs Enkeln – lebt mit seiner Frau in Siegen.. Kerstin Kaufmann: Molekulare Dirigenten in der Blüte.. Für die Vielfalt und Pracht von Blüten konnte sich Gartenliebhaberin Kerstin Kaufmann schon als Kind begeistern.. Heute will sie auf molekularer Ebene verstehen, wie die Pflanzenwelt diese große Bandbreite an Formen und Funktionen in ihren Blütenorganen hervorgebracht hat.. An der Universität Potsdam untersucht die 36-Jährige dazu das komplexe Zusammenspiel und das Hierarchie-Gefüge von Proteinen und Genen in der Blütenentwicklung.. Für ihre bisherigen Arbeiten wurde Kaufmann 2012 mit dem Sofja Kovalesvskaja-Preis ausgezeichnet.. Mit der Prämie von 1,6 Millionen Euro baut die Pflanzenforscherin eine eigene Arbeitsgruppe auf.. Kerstin Kaufmann.. Kerstin Kaufmann liebte schon als Kind den großen Garten ihres Elternhauses in der Altmark in Sachsen-Anhalt.. Nicht nur für die lebendige Pflanzenpracht hat sie einen Faible entwickelt.. Auch für alte botanischen Atlanten und Naturkunde-Bücher kann sie sich begeistern.. „Es ist die Vielfalt der Blütenfarben und -formen, die mich fasziniert“, sagt Kaufmann.. Doch eine Blüte ist nicht nur äußerlich betrachtet ein Meisterwerk.. Sie ist das Ergebnis eines komplexen Entwicklungsvorgangs, in der Hunderte Gene und Proteine räumlich und zeitlich fein aufeinander abgestimmt in Aktion treten.. Wie bei einem Orchester gibt es auch bei der Blütenentwicklung dabei einige Akteure, die den Einsatz geben.. Zu den wichtigsten „molekularen“ Dirigenten in der Blüte gehören sogenannte Transkriptionsfaktoren.. Es sind Proteine, die an die DNA andocken und dort andere Gene gezielt an- und abschalten.. Vielschichtiges Konzert mit Hunderten von Faktoren.. Wie funktioniert das molekulare Zusammenspiel in der Blütenentwicklung? Gibt es bestimmte Meister-Regulatoren in der Welt der Pflanzen? Diese Fragen haben Kerstin Kaufmann nicht mehr losgelassen, seit sie als Braunschweiger Biologiestudentin bei einem einjährigen Aufenthalt 1999 im schwedischen Uppsala mehr über die Evolution der Blütenentwicklung erfahren hatte.. „Ich fand das extrem spannend und habe dann zurück in Deutschland nach Forschern gesucht, die sich hierauf spezialisiert hatten“, erzählt sie.. Am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln wurde sie in dem Pflanzengenetiker Günter Theißen fündig, der kurz darauf an die Universität Jena wechselte.. Mit im Gefolge: Kerstin Kaufmann, die sich sowohl in Diplom- wie auch in der Doktorarbeit damals schon mit Schlüsselregulatoren der Blütenentwicklung, den sogenannten MADS-Box-Faktoren beschäftigte.. Jeder Zelltyp hat eigenes regulatorisches Profil.. Das Lieblingsstudienobjekt der Biologin ist die Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana.. Die kleinen, weißen Blüten der mit Raps verwandten Pflanze können optisch zwar nicht mit prächtigen Orchideen oder Löwenmäulchen mithalten.. Dafür sind die Pflänzchen ideal für genetische Experimente geeignet.. In keiner anderen Pflanze sind deshalb die Schlüsselfaktoren für die Blütenentwicklung so detailliert beschrieben wie bei Arabidopsis.. „Wie das Zusammenspiel der Hauptschalter auf molekularer Ebene funktioniert, darüber wissen wir jedoch kaum etwas“, betont Kaufmann.. Mit einem Arsenal an neuesten molekularbiologischen Methoden will die Forscherin in Potsdam deshalb klären, wie genau Transkriptionsfaktoren an bestimmte Erbgut-Abschnitte binden und welche Gene sie an- oder ausknipsen.. Bei dieser Detektivarbeit kommt Hightech zum Einsatz: Sequenziertechniken der neuesten Generation, Proteomanalysen und Chromatin-Experimente.. „Ohne einen Blick auf die Epigenetik kann man das molekulare Geschehen nicht verstehen“, betont Kaufmann.. Ihre Vision: „Wir versuchen, für jeden Zelltyp in der Blütenentwicklung eine regulatorische Signatur zu ermitteln“, so die Biologin.. Einem Meister-Regulator auf der Spur.. Einem Master-Regulator namens AP1 ist Kaufmann bereits während ihrer Postdoc-Zeit ab 2005 an der Universität Wageningen in den Niederlanden auf die Spur gekommen, was ihr einen Artikel im Fachjournal Science (.. 2010,Bd.. 328, S.. 85.. ) einbrachte.. Marie-Curie-Stipendiatin Kaufmann hat sich dabei in der Universitätsstadt Wageningen äußerst wohl gefühlt.. „Die direkte und offene Art der niederländischen Kollegen, aber auch den gebotenen Freiraum zum Forschen habe ich sehr geschätzt“, so die Entwicklungsbiologin.. Seit 2011 baute sie eine eigene Arbeitsgruppe in Wageningen auf, wurde Assistant Professor, eine Tenure Track-Option bot die Aussicht auf eine langfristige Stelle.. „Doch ich war neugierig auf was Neues“, erzählt Kaufmann.. Es eröffnete sich die Möglichkeit, wieder nach Deutschland zurückzukehren: mit einer Bewerbung um den Sofja Kovalesvskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung.. Und im Sommer 2012 gab es Post: Kaufmann bekam den Zuschlag für den drittgrößten in Deutschland vergebenen Forscherpreis: Als Gastforscherin bei Bernd Müller-Röber am Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam kann sie nun in den nächsten fünf Jahren nach weiteren Schlüsselregulatoren der Blütenentwicklung fahnden.. „Hier in Potsdam gibt es für Pflanzenforscher eine Super-Infrastruktur“, sagt Kaufmann.. Mit in die deutsche Hauptstadtregion ist auch ihr Mann gekommen, ein gebürtiger Spanier, den die Biologin „auf Arbeit“ kennengelernt hat.. Er arbeitet nun als Bioinformatiker am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin.. In der gemeinsamen Berliner Wohnung, in der sie noch bis vor kurzem lebten, fehlte ein entscheidendes Detail.. Doch das hat sich glücklicherweise geändert: Im August ist Kerstin Kaufmann mit ihrem Mann nach Potsdam umgezogen: „Endlich haben wir auch einen kleinen Garten.. / Philipp Graf.. Andreas Eckert: Der Unternehmermacher.. Am Anfang waren es Prallbrecher für das Berliner Umland, grobschlächtige Maschinen zum Zerkleinern von Beton aus abgerissenen Platten- und Industriebauten der eben untergegangenen DDR.. Andreas Eckert kam nach dem Fall der Mauer aus den Vereinigten Staaten zurück nach Deutschland.. Im Gepäck: der Wunsch, etwas aufzuziehen.. Ich bin in Sachen Unternehmertum amerikanisiert worden , sagt der heute 53-Jährige.. Und das hieß: Jetzt musst du gründen! So befasst sich die Eckert Wagniskapital GmbH (EWK) seit 1990 mit den Geschäfts- und Finanzierungsplänen anderer.. Zum Beispiel wie ein paar Prallbrecher finanziert werden könnten.. Eckert fand eine Lösung für dieses Problem - und noch für etliche andere.. Am Anfang habe ich viel mit Ostdeutschen gemacht, die aus dem Wissenschaftssystem herausgefallen sind , erzählt Eckert aus den Anfangstagen der EWK.. Die sind ein bisschen zur Selbständigkeit gezwungen worden.. Einer dieser unternehmungslustigen Ostdeutschen war Jürgen Ziegler.. Mit ihm gründete er 1992 die BEBIG Isotopentechnik und Umweltdiagnostik GmbH, die mit der Verarbeitung von Radioisotopen sowie der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten und medizintechnischen Geräten Geld verdient.. Eckert schreibt für seine Kunden zunächst nur die Geschäftspläne, später beteiligt er sich selbst mit an der Finanzierung - wie bei der BEBIG GmbH.. Das Prozedere ist immer ähnlich: Man setzt sich hin und rechnet alles durch, macht Konzepte.. Dann sucht man sich die Leute.. Am Ende  ...   umtrieb, war das Débridement.. Ich wollte dann eine alte Methode zur Entfernung von infiziertem, geschädigtem oder abgestorbenem Hautgewebe wiederaufleben lassen - Fliegenmaden.. Als ich das meinem Chef vorschlug, hat der mich für verrückt erklärt - und ich habe gekündigt.. Goj gründete in Hamburg seine erste Firma, die Biomonde GmbH und Co.. KG.. Der Erfolg gab ihm recht: ein GMP-Zertifikat für die Maden-Produktion, die Zulassung als Arzneimittel und Produktionsstätten in Thailand und Südkorea.. 2003 dann der Verkauf und die Verwirklichung einer neuen Idee: Ein vollständiger biologischer Organismus leistet hervorragende klinische Dienste.. Da muss es noch mehr geben, dachte ich mir.. Fündig geworden ist er bei den entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn.. Diese Autoimmunleiden kommen nur in den Industriestaaten vor - womöglich liegt das an den dort erfolgreich zurückgedrängten Parasiten , so Goj.. Es folgte ein Blick in die Forscherdatenbanken und ein Anruf bei Joel Weinstock.. Auch der Gastroenterologie-Experte der Universität Iowa war der Meinung, dass Parasiten immunmodulierend wirken.. Goj schickte ihm ein Flugticket nach Deutschland, damit er sich in Barsbüttel ein Bild von der Madenproduktion machen konnte.. Weinstock muss beeindruckt gewesen sein, denn Gojs neue Firma, die Ovamed GmbH, erhielt die exklusiven Rechte an der Therapie von Autoimmunleiden mit Hilfe besagter Peitschenwürmer.. Für die ersten Indikationen laufen derzeit die großen Phase II-Studien.. Die potentiellen Studienteilnehmer hätten der 12-köpfigen Firma die Bude eingerannt - von Ekel keine Spur.. Egal ob Morbus Crohn, Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis oder Autismus, die Wirksamkeitsdaten seien bisher vielversprechend.. Zusammen mit dem Fehlen von Nebenwirkungen verleitet das den Ovamed-Chef zur Einschätzung Blockbuster.. Wenn die Zulassung für die erste Indikation da ist - und das sei so sicher wie das Amen in der Kirche - , will Goj das Geschäft an einen Pharmakonzern abgeben: Wenn mir ein zwei- bis dreistelliger Millionenbetrag für meine Anteile angeboten wird, dann kann man gar nicht so schnell gucken, wie ich unterschreiben würde.. Kommt es zum Verkauf, dann wird sich Goj aber nicht in den Ruhestand verabschieden.. Die nächsten Projekte habe ich schon im Kopf! Meine Inspirationsquellen dafür sind zum einen Seeschwämme und zum anderen Fledermäuse.. Für Gojsche Verhältnisse eigentlich schon fast unoriginelle Forschungsobjekte.. Detlev Goj.. Der vierfache Vater studierte zunächst Wirtschaftsingenieurwesen, ging zur Marine und arbeitete als Berater in Buchhaltungsfragen für verschiedene Firmen.. Mit der Wissenschaft kam Goj zum ersten Mal als Marketing-assistent und später -manager für Laborglaswaren bei Erie Scientific in Braunschweig – jetzt Thermo Fisher Scientific – in Berührung.. Mitte der 90er Jahre baute er als Mitgründer in Thailand eine Glasfabrik auf.. In Deutschland arbeitete Goj zwar zunächst kurz wieder als Manager, doch dann machte er sich mit Biomonde und später mit Ovamed selbständig.. Peter Ripplinger: Mit Algen in die Welt hinaus.. 28.. 03.. Mit seiner Firma geht es aufwärts, doch privat schlägt Peter Ripplinger auch gern einmal die entgegengesetzte Richtung ein: Mindestens drei Mal im Jahr geht es tief unter die Erde.. Im Urlaub zieht es den Geschäftsführer des Stuttgarter Mikroalgen-Spezialisten Subitec GmbH in die faszinierende Welt der Höhlen: „Ich bin eigentlich Kletterer und Bergsteiger, doch leider sind diese Aktivitäten stark vom Wetter abhängig.. Unter der Erde gewittert es hingegen nicht.. “ Als Student ist man noch zeitlich flexibel, erzählt er, doch als Chef einer Firma muss sich das Hobby in den Takt der Geschäftstermine einfügen.. Dass er die Schwerpunkte anscheinend richtig gesetzt hat, das zeigt die Entwicklung von Subitec.. Im Jahr 2000 als Spin-off des Stuttgarter Fraunhofer-Institutes für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) gegründet, um marktreife Ideen patentrechtlich zu schützen, blieb.. Subitec.. zunächst von vielen unbemerkt.. Geld für eine Startfinanzierung war schwer zu bekommen und von den aktiven Forschern des IGB konnte keiner in die Geschäftsführung des Start-ups wechseln.. Dabei war die Idee, die maßgeblich von Walter Trösch – seinerzeit stellvertretender Leiter des IGB – entwickelt wurde, gut: sogenannte Flachplatten-Airlift(FPA)-Photobioreaktoren für die Massenkultivierung von Mikroalgen unter Nutzung von Sonnenlicht.. Im Vergleich mit anderen Kultivierungsmethoden besticht das Subitec-System durch den niedrigen Energieverbrauch, der für die Reaktordurchmischung aufgewendet werden muss.. Mit Kohlendioxid versetzte Druckluft steigt durch die Reaktoren auf, statische Mischer stellen die gleichmäßige Verteilung sicher.. Dass Subitec 2007 aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurde, geht vor allem auf den High-Tech Gründerfonds (HTGF), der Ripplinger zum Einstieg bewog, – und natürlich Ripplinger selbst zurück.. Standen bisher die Produkte der Algen im Vordergrund, rückte der Chemiker die Technologieplattform in den Fokus.. „Ob hochwertige Endprodukte wie den roten Farbstoff Astaxanthin und die Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure oder massenweise Algenlipide für die Produktion von Treibstoffen – die FPA-Reaktoren können für hunderte erdenkliche Anwendungen eingesetzt werden“, so Ripplinger.. Seit der Neuorientierung geht es stetig aufwärts.. Mittlerweile sind vier Pilotanlagen in Deutschland montiert.. 2009 hatte die Firma vier Mitarbeiter, 2011 sieben, jetzt zehn und für das kommende Jahr sind 15 bis 20 avisiert.. Die Zukunftspläne kommen nicht von ungefähr, denn Ripplinger gelang 2012 ein Finanzierungscoup: Mit dem Wagnisfinanzierer eCapital an der Spitze konnte eine Finanzierungsrunde über 4,5 Mio.. Euro abgeschlossen werden.. Neben einem größeren Team soll auch ein neuer Standort bei Stuttgart aufgebaut werden.. Obwohl es am IGB durchaus viele nutzbare Synergie-Effekte gibt, überwiegt der Wunsch, schneller wachsen zu können.. „Wir emanzipieren uns von der Mutter“, scherzt Ripplinger.. Dass das keine zaghaften Anstrengungen sind, wird sofort klar, als er die geplante Internationalisierung der Firma mit einem forschen „Jetzt geht es in die Welt hinaus!“ ankündigt.. Schon jetzt ist Ripplinger mit Subitec erfolgreicher als mit seinem ersten, 1999 gegründeten Start-up, der Heidelberger Rootec.. Trotz Finanzierungszusagen wurde eine Tranche der zweiten Runde nicht ausgezahlt.. Das bedeutete das Aus „aufgrund der Wahl des falschen Investors“, wie Ripplinger betont.. Die Technologie – ein Bioreaktor, in dem zum Beispiel Wurzeln wirkstoffhaltiger Pflanzen unter optimalen Bedingungen kultiviert werden können – wurde in die Schweiz verkauft.. Ripplinger wurde selbständig, bis er vom HTGF ans Steuer der Subitec geholt wurde.. Der Rest ist Geschichte, und wenn Ripplinger nicht in der Welt unterwegs ist, um die Flachplatten-Reaktoren an den Mann zu bringen, dann ist er vielleicht wieder einmal unter der Erde.. In den Höhlen Mallorcas zum Beispiel.. Für einen vielbeschäftigten Manager ein schöner Nebeneffekt des Hobbys: „Dort unten gibt es garantiert keinen Handyempfang!“.. Peter Ripplinger.. Der 52-jährige Peter Ripplinger ist geborener Saarländer.. Aufgewachsen ist er jedoch am und im Odenwald in Viernheim und in Eberbach.. Studium und Promotionszeit absolvierte Ripplinger ebenfalls nicht weit entfernt in Heidelberg.. In seiner Doktorarbeit befasste sich der Chemiker mit den Wechselwirkungen von Cadmium- und Kalzium-Ionen mit Polyvinylsulfat.. In den folgenden vier Jahren arbeitete Ripplinger als selbständiger Unternehmensberater, bevor er 1999 zum ersten Mal das Ruder eines Start-ups übernahm.. Seit 2007 leitet der zweifache Familienvater die Stuttgarter Subitec GmbH.. Sein Lebensmittelpunkt ist nach wie vor der Odenwald.. Marc Struhalla: Ein Dickbrettbohrer in Leipzig.. 02.. „Die ersten ein, zwei Jahre haben wir uns durchgekämpft“, bekennt Marc Struhalla offen.. Als er 2004 in Leipzig die c-LEcta GmbH gründete, konnte er weder auf viel Biotech-Erfahrung der Technologietransferstelle noch auf ein ausgedehntes Industrienetzwerk bauen.. Die Stadt Leipzig schoss etwas Geld aus einem Investmentfonds zu, was aber schon bald verbraucht war: Gleich im ersten Jahr mussten wir auf Kurzarbeit umstellen und die operative Tätigkeit fast auf Null zurückfahren , so Struhalla.. Dennoch haben die Enzymspezialisten überlebt.. Und auch Struhallas Eltern dürften sich mittlerweile an der Firma des Sohnemannes erfreuen.. Sie liehen ihm damals Geld, sodass er seinen Teil des Stammkapitals zur Gründung einer GmbH aufbringen konnte.. Insbesondere mein Vater hat sich Sorgen gemacht, ob das Abenteuer Firmengründung eine gute Entscheidung ist , erinnert sich Struhalla, Ich habe dann aber wohl durchaus glaubwürdig und überzeugend argumentiert.. Die Skepsis des Vaters war nachvollziehbar.. Immerhin gab es damals eine verlockende Karriereoption in der Wissenschaft - und Struhalla war noch dazu gerade Vater geworden.. Doch das Vertrauen hat sich gelohnt.. Als die Firma über den Berg war, war mein Vater natürlich unglaublich stolz , berichtet der Sohn - wiederum selbst nicht ganz ohne Stolz.. Den Anstoß zur Gründung gab eine neue Screeningtechnologie, mit deren Hilfe man Enzyme mit speziellen Eigenschaften schneller auffinden kann.. Schon in den ersten Jahren weitete die Firma ihre Aktivitäten aber auch auf die Produktion der Enzyme aus.. Zu den Erfolgen gehört eine Asparaginase zur Verringerung kanzerogenen Acrylamids in erhitzten Lebensmitteln und eine hochreine Nuklease für den Einsatz in der biopharmazeutischen Industrie.. Mittlerweile sind mehr als 50 Arbeitsplätze in Leipzig entstanden.. Da die Firma in den alten Räumen des Gründerzentrums fast aus den Nähten platzte, stand vor wenigen Wochen der Umzug in den Neubau BioCube auf der Agenda.. Dort ist c-LEcta nun einer der beiden Hauptmieter.. Mit dem Umzug hat die junge Firma ein dickes Brett gebohrt, aber es hat alles bestens geklappt.. Auch die Auftragsbücher sind voll, der Laden brummt.. Auf die Frage, warum sich das Blatt gewendet hat, weiß Struhalla selbst keine rechte Antwort: Irgendwann um 2010 oder 2011 kam der Stein ins Rollen.. Teilweise sind wir potentiellen Industriepartnern über Jahre hinterhergelaufen, haben ständig versucht, uns ins Gespräch zu bringen - ohne Erfolg.. Und dann rufen die gleichen Firmen von ganz alleine an! Referenzprojekte, Kontakte, Lebensjahre der Firma - der Niedersachse vermutet, dass die c-LEcta zu diesem Zeitpunkt eine gewisse kritische Masse erreicht hatte.. Die allerorten anzutreffende Bioökonomie-Begeisterung sei aber kein Grund gewesen: Viele Firmen setzten sich durchaus strategisch bewusst mit dem Thema Industrielle Biotechnologie auseinander, getreu dem Motto 'Müssen wir da nicht auch was machen?' Doch die Zahl der guten Projekte blieb unverändert - auf niedrigem Niveau.. Die größte Herausforderung der Weißen Biotechnologie, so sein Fazit, ist und bleibt das Ausfindigmachen guter Ideen.. Die Identifizierung der Universität für das Studium vor 20 Jahren wurde dem Freizeitfußballer hingegen abgenommen: Irgendwie war mein Abitur nicht gut genug, als dass ich eine Wahl gehabt hätte.. Insofern wurde Struhalla 1994 ein bisschen genötigt , nach Leipzig zu kommen.. Nach der Promotion fiel die Wahl etwas weniger zufällig wieder auf die sächsische Stadt: Leipzigs Image hatte sich noch einmal verbessert.. Außerdem gibt es hier viele gut ausgebildete Fachkräfte - und wenige Firmen, mit denen wir in Konkurrenz um diese stehen.. Struhalla strahlt im Interview Ruhe und Überzeugung aus.. Nach der turbulenten Gründungszeit hat er die Firma in ruhigere Gewässer geführt.. Am Ende ist man ja ein unglaublich privilegierter Mensch , sinniert er, Ich habe viele Dinge im Leben, die ich gerne mache.. Ich gehe gern zur Arbeit, genieße die Zeit mit meiner Familie, habe spannende Hobbys, treffe mich gern mit Freunden.. Was will man denn mehr?.. Aufgewachsen in Bohmte nördlich von Osnabrück, studierte.. Marc Struhalla.. Biochemie in Leipzig.. 2003 promovierte er an der Universität Hamburg über die Substratspezifität der Ribonuklease T1.. Als Projektleiter war er danach zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig, bevor er 2004 die c-LEcta gründete, deren Geschäftsführer er bis heute ist.. Nach dem Weggang des Mitgründers Thomas Greiner-Stöffele leitet der Biochemiker seit Ende 2012 die Firma in Doppelregie mit dem Finanzvorstand Carsten Fietz.. Struhalla ist verheiratet und zweifacher Vater.. Martin Seifert: Trendscout und Wellenbrecher.. Erst die Arbeit, dann die Weihnachtsfeier – in etwa so würde Martin Seifert wohl die Firmenphilosophie der Genomatix GmbH formulieren.. 1997 gegründet, hat das Münchener IT-Unternehmen bereits schon das eine oder andere Tal durchschritten.. „Kritisch war die Situation 2008“, weiß der Geschäftsführer zu berichten.. „Genomatix macht Datenmengen biologischen Ursprungs so nutzbar, dass man kein Informatiker sein muss – und Biologe sein darf –, um damit arbeiten zu können.. Erst die Arbeit, dann die Weihnachtsfeier – in etwa so würde Martin Seifert wohl die Firmenphilosophie der.. Genomatix GmbH.. formulieren.. Bis 2008 verdiente die Firma vor allem mit Microarray-Analysen ihr Geld.. Doch dann kam die Hochdurchsatzsequenzierung (NGS) auf.. Seifert: „Kaum dass NGS in der Community angekommen war, brach unser Hauptgeschäftsfeld deutlich ein.. “ Die Zahl der Microarray-Analysen reduzierte sich innerhalb eines Jahr spürbar, denn Sequenzierungen waren erheblich günstiger geworden.. Die Firma musste drei harte Quartale überstehen und Seifert glaubt, dass dies das Ende für Genomatix gewesen wäre, wenn nicht ein Plan B in der Schublade gelegen hätte.. „Zum Glück hatten wir bereits 2006 damit angefangen, NGS-Analysen sehr intensiv zu betreiben.. Somit konnten wir direkt noch 2008 unser erstes NGS-Produkt auf den Markt bringen.. Seifert ist ein lockerer Typ.. Im Gespräch scheint er das eine oder andere Mal vor lauter Lachen zu bersten.. Wer ein solch ansteckendes, gewinnendes Lachen sein Eigen nennt, dem nimmt man sofort ab, dass er auch die Krise 2008 mit Humor gemeistert hat: „Die allerwichtigste Komponente für ein produktives Arbeiten ist ein gewisses Grundmaß an Humor, mit dem man die ganze Sache betrachten kann.. “ Seifert ist erst seit 2004 in der Firma.. Der Biologe kam von der TU München und war davor selbst Kunde der Genomatix.. Geübt im Umgang mit Microarray-Analysen führte er anfangs Trainingsmaßnahmen für Genomatix-Kunden durch.. Dann betreute er eigene Projekte, später wechselte er in den Vertrieb.. Als der Firmengründer Thomas Werner 2009 wieder verstärkt wissenschaftlich aktiv werden wollte, stieg Seifert in die Geschäftsführung auf.. „Wenn Thomas Werner damals kein Zutrauen in mich gehabt hätte, dann hätte er den Schritt in die akademische Welt wahrscheinlich auch nicht gemacht“, ist sich der 42-Jährige sicher.. Seifert ist Geschäftsführer und leitet die Unternehmensentwicklung gemeinsam mit dem Informatiker Matthias Scherf, dem Technischen Direktor.. In enger Abstimmung beobachten sie, welche neuen Trends für die Firma von Belang sein könnten.. Nach der gefährlichen Flaute 2008 ist für den Hobbysurfer eines sicher: „Wenn wir die nächste Welle verschlafen, dann kann es schnell kritisch werden.. “ Als Dienstleister muss Genomatix immer über alle aktuellen Entwicklungen informiert sein, denn „Akademiker kaufen uns nur etwas ab, wenn sie glauben, dass wir auch etwas können.. Doch eine gute Reputation allein reicht nicht aus.. Viele Wissenschaftler aus dem akademischen Umfeld entwickeln selbst Analysetools, die sie der Community kostenlos zur Verfügung stellen.. Für Genomatix heißt es, kreativ zu bleiben.. „Von der Public Domain abgefrühstückte Projekte bringen keinen Umsatz mehr.. Dann muss man sehen, dass man in anderen Bereichen wieder vorn mit dran ist.. “ Die nächste Technologiewelle, die Seifert mit der Firma in Angriff nehmen will, sind Genomanalysen im Rahmen der personalisierten Medizin.. Erste, gemeinsam mit der Tübinger Firma Cegat konzipierte Tests wurden bereits mit Preisen dekoriert.. Die Wellen haben es dem gebürtigen Oberbayern angetan.. Schon als Kind mit dem Segeln vertraut gemacht, reicht es aus Zeitgründen derzeit oft nur für die Sparvariante, das Windsurfen: „Wenn es draußen richtig pfeift und stürmt, ich aber hier noch im Büro gefesselt bin, dann schaue ich schon einmal traurig aus der Wäsche.. “ Ein unwettererprobter Trendscout an der Spitze – für die Münchener Firma womöglich eine gute Wahl, um auch in der Zukunft noch so einige Berge erfolgreich zu erklimmen.. Der 1970 in Weilheim geborene Seifert studierte Biologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.. Es folgte die Promotion an der TU München und ein Postdoc-Aufenthalt bei John Sumpter an der Brunel University London.. Nach der Rückkehr an den Lehrstuhl für Zellbiologie der TU baute er dort eine Microarray Facility auf.. Seit 2004 arbeitet Seifert für die Genomatix Software GmbH.. Der Oberbayer lebt mit seiner langjährigen Lebensgefährtin in Fischen am Ammersee..

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  • Title: Karl-Heinz Drexhage: Der spätberufene Unternehmer - Laborwelt
    Descriptive info: Atto-Tec GmbH.. 2013 - Andere mögen sich mit 65 um ihre Rosensträucher kümmern, für Karl-Heinz Drexhage stand das nie zur Diskussion.. Eine Insel im Fluss, Bootstouren, ein Festzelt, reichlich Bier und Gegrilltes - Idylle pur auf Hermannswerder in der Nähe von Postdam.. Geburtstag gefeiert - für eine Diagnostik-Firma ein beachtliches Alter, findet Kornelia Berghof-Jäger: Viele Firmen konnten sich in unserem Markt nicht halten..

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